Royal River Royal River

Royal River

Royal River

Christian Tiedt am 27.10.2010

Die Themse: Mit dem Hausboot waren wir eine Woche lang auf Englands „königlichem Fluss“ unterwegs. Dabei präsentierte sich uns das regenverrufene das Land von seiner besten - und sonnigsten - Seite.

Royal River

Klingendes Spiel: Militärkapelle der Royal Air Force beim Wachwechsel vor Windsor Castle.

„Hey, Lawrence! Lawrence von Arabien!“ Am anderen Ufer sitzen einige Jugendliche und rufen zu uns herüber. Die noch winterlichblassen Oberkörper entblößt, baumeln ihre Füße zur Abkühlung in der träge strömenden Themse.

Mit den ausgestreckten Armen zeigen sie lachend auf Kollege Morten, der neben mir auf der Flybridge sitzt und sich als Sonnenschutz ein weißes Handtuch um den Kopf geschlungen hat, ganz in der Tradition stolzer Wüstenvölker.

Doch was bleibt uns anderes übrig? Mit so viel Hitze haben wir beim besten Willen nicht gerechnet; es ist noch nicht einmal Ende Mai, und wir sind in Südengland, nicht im Sudan.

Das alte Thermometer an der Schleuse von Benson – „Benson Lock“, wie es hier heißt – zeigt noch in Fahrenheit an, aber auch so ist die Quecksilbersäule gefährlich nah am oberen Anschlag.

30 Grad Celsius im Schatten, mindestens. Wie gesagt, wir sind auf der Themse unterwegs. Eine Woche lang wollen wir mit dem Charterboot stromabwärts fahren, „one-way“, durch urenglisches Herzland hin zur königlichen Stadt Windsor.

Und ein „königliches“ Erlebnis wird er tatsächlich werden, unser Törn auf dem „Royal River“. Unser Hausboot vom Typ „Tango“ haben wir gestern nur einen knappen Kilometer oberhalb der Schleuse übernommen, in der Charterbasis von Le Boat im gemütlichen Benson.Die gesamte Reise können Sie sich hier als Original-PDF auf 10 Seiten herunterladen.

Christian Tiedt am 27.10.2010