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Reise: Elbe-Oder

Transitstrecke - Teil 2

Jürgen Straßburger am 26.11.2017

Wenig später lockt bei sommerlichen Temperaturen ein Bad im Niegripper See (Zufahrt EHK-km 329,8 RU). Perfekte Ankerplätze finden sich am Nordufer vor dem Strand des Campingplatzes. Müde von Wasser und Sonne geht’s vom See in den Niegripper Altkanal, auf dem man in östlicher Richtung fahrend nach rund einem Kilometer den Hafen des TuS Empor Burg erreicht.

Grün ist es hier und fast unheimlich ruhig. Burg, die Stadt der Türme, ist gut vier Kilometer entfernt. Bord- oder Leihfahrräder (beim Verein zu bekommen) sind hier gefragt, und schon kann es losgehen.

In der gemütlichen Altstadt entdecken wir wieder einen Roland: Aber diesmal steht er – so wie es sein soll … (Rolandplatz/Brüderstraße). Die Türme der gotischen Kirche Unser Lieben Frauen (Breiter Weg) prägen das Bild der Altstadt, die Nikolaikirche (Oberstraße), erbaut 1186, ist die größte romanische Granitbasilika östlich der Elbe.
Ziemlich mittig zwischen Burg und Brandenburg liegt der Genthiner Sportboothafen (EHK-km 363,9, www.sport
boothafen-genthin.de). Es ist nicht zuletzt diese Lage, die den kleinen Hafen so begehrt und in der Saison meistens übervoll macht. Auch der Service ist perfekt: Wasser, Strom, Duschen, WC, Waschmaschine, Trockner, 5-t-Kran. Tankstelle und Supermarkt erreicht man in fünf Minuten Fußmarsch. Die Gaststätte "Bootshaus" liegt gleich neben dem Hafenbecken.

15 Kilometer östlich von Genthin beginnen mit der Einfahrt in den Wendsee die Brandenburger Havelseen. Bei Plaue geht der Wendsee in den Plauer See über, und der Elbe-Havel-Kanal liegt hinter uns: Jetzt sind wir auf der Unteren Havel-Wasserstraße. Plauer See, Möserscher See und Breitlingsee bieten großartige Anker- und Badeplätze direkt vor den Toren der Stadt Brandenburg.

Am Ostufer des Breitling­sees mündet die Brandenburger Niederhavel gut markiert in den See und bildet eine verwunschene Zufahrt ins Zentrum.

Der Rewe-Steg am rechten Ufer der Havel lockt zum bequemen Einkauf. Gut proviantiert stellt sich die Frage: Wo soll man liegen, oder wo liegt man am besten? Nur 500 m oberhalb des Rewe-Stegs wartet der Wasserwanderrastplatz (WWRP) Slawendorf (BrbNhv-km 58, Wasser, Strom, Dusche, WC) mit guter Lage zur Altstadt.

Noch einmal 400 m weiter, oberhalb der Jahrtausendbrücke, der erst zur Bundesgartenschau 2015 eingerichtete WWRP Packhofufer (Wasser, Strom) in Nachbarschaft zum empfehlenswerten Restaurant "Werft", das in der fein renovierten Halle der ehemaligen Wiemann-Werft deutsche Küche aus regionalen Produkten anbietet. Gegenüber, am rechten Havelufer, mit dem Boot oder über die Jahrtausend­brücke erreichbar, der "Fontane-Klub" mit viel Kultur und tollen Cocktails. Im ersten Stock darüber das Ristoran­te "Totò" mit exzellenter italienischer Küche und einer Terrasse mit Blick aufs Boot.

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Jürgen Straßburger am 26.11.2017