Dänemark, Als Sund Dänemark, Als Sund

Reise: Flensburger Förde / Deutschland, Dänemark

Nordisches Feeling

Bodo Müller am 20.07.2020

Die Flensburger Förde zwischen Deutschland und Dänemark ist ein einzigartiges Charterrevier, das auch in der Nebensaison seine herben Reize zeigt

Bei jeder Bö ruckt das Boot in die Fest­macher. Den ganzen Tag lang pfeift es mit mehr als 40 Stundenkilometern über die Marina Sonwik im Nordosten von Flensburg. Der Wind heult in den Takelagen der benachbarten Segelboote, und die klappernden Fallen schlagen den Takt dazu. Damit beim kleinsten Sonnenloch die Stimmung nicht allzu heiter wird, prasseln immer wieder Regenschauer herab.

Wir haben am gestrigen Samstag in der Marina Sonwik unser Charterboot, eine Beneteau Antares 30 S, die auf den Namen "Stella" hört, bei Motorbootcharter-Flensburg übernommen. Das Check-in auf dem leicht zu bedienenden Boot war schnell erledigt. Unser Ziel ist die Insel Als im Süden von Dänemark mit seinen schönen Buchten und Fjorden. Auch ein Törn rund Als wäre eine Option unserer Reise. Doch was tun, wenn ein Sturmtief die Flensburger Förde fest im Griff hat?

„Am besten, ihr lasst das Boot in der Marina, denn hier liegt ihr sicher“, rät uns Vercharterer Stephan Post. „Flensburg kann man gut zu Fuß erkunden“.

Ab Montag soll es besser werden." So machen wir es. Die Flensburger Altstadt mit dem Historischen Hafen auf der Westseite der Förde ist bei jedem Wetter einen Besuch wert. Das 1984 eröffnete Schifffahrtsmuseum, untergebracht in einem ehemaligen Zollpackhaus, zeigt auf zwei Speicherböden nautische Schätze aus der 800-jährigen Seefahrtgeschichte der Förde-Stadt.Kaum zu glauben, aber die Flensburger Reeder früherer Generationen waren im weltweiten Seehandel tätig. Im Rum-Museum im Keller des Schifffahrtsmuseums erfährt der Besucher, dass die Flensburger Schiffer unter anderem bis nach Westindien segelten und auf den Jungferninseln Rohrzucker und Rum erstanden.

Wir folgen dem Flensburger Kapitänsweg, der durch Steuer­räder auf der Hafenpromenade markiert ist. Eine Augenweide für Liebhaber maritimer Kultur ist der Museumshafen mit einer Vielzahl historischer Arbeitssegler. Gleich daneben liegt die Museums­werft, wo die Besucher hautnah zusehen können, wie aufwendig es ist, alte Holzschiffe am Leben zu erhalten. Im urigen Werftcafé kann man bei Kaffee und Kuchen den Blick auf die alten Boote und das Treiben auf der Förde genießen.

Am Montag, so die Wetterprognose, soll das Sturmtief über die Förde und die Dänische Südsee hinweggezogen sein.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der August-Ausgabe von BOOTE. Ab dem 15.7.2020 hier erhältlich!

Bodo Müller am 20.07.2020
    Anzeige
  • Branchen News
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren