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Revierporträt: Deutschland

Neckar

Dieter Wanke am 27.06.2021

Burgen und Wein | Teil 2: Die weitere Reise über den Fluss führt an Weinbergen vorbei über Heilbronn und Stuttgart bis zum schiffbaren Ende nach Plochingen

Der erste Teil unserer Neckar-Erkundung in BOOTE 4/2021 führte von der Mündung in den Rhein bei Mannheim bis nach Haßmersheim bei Flusskilometer 87,3. Die malerische Burgenstraße mit ihrer schönen Kulisse von alten Gemäuern begleitet uns auch im zweiten Teil noch bis Heilbronn, wo sie abzweigt. Zunehmend kommen nun auch Weinberge an den Hängen des Neckars zur Geltung. Nach der Passage der Schleusen Gundelsheim und Kochendorf, vorbei am Salzbergwerk in Bad Friedrichshall, wo der Yachtclub Sund seine Steganlage hat, ist bei Kilometer 112,9 im Wilhelmskanal die Hafenanlage des WMBC Heilbronn (www.wmbc.de) erreicht.

Noch mehr Informationen? Den zweiten Teil unseres Revierporträts über den Neckar mit Serviceteil und vielen weiteren Bildern finden Sie in BOOTE-Ausgabe 07/2021 seit dem 16.06.2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Heilbronn hat eine lange Besiedlungsgeschichte, die bis in die Altsteinzeit zurückreicht. Auch die Römer hatten hier Kastelle entlang des Neckars. 1333 war der Stadt durch das Neckarprivileg die umfangreiche Nutzung des Gewässers gestattet worden. Daraufhin wurden Wehre angelegt, um das Wasser zum Betrieb der Mühlen zurückzuhalten. Das machte den durchgehenden Schiffsverkehr unmöglich, bescherte der Stadt aber über mehrere Jahrhunderte eine Blütezeit. Erst die Eröffnung des Kanals 1821 ermöglichte die Weiterreise von Schiffen in die südlichen Teile des Flusses. Die Einfahrt in den Kanalhafen erfolgt über die handbetriebene König-Wilhelm-Schleuse. Dort wartet ein Steg mit Wasser und Strom auf Gastlieger. Skipper von offenen Sportbooten finden im benachbarten Insel-Hotel ein feines Domizil. Die Innenstadt ist nur wenige Gehminuten entfernt. Gastronomie und Versorgungsmöglichkeiten sind zahlreich vorhanden. Historische Gebäude sind eine Rarität, denn Heilbronn wurde Ende 1944 durch einen Luftangriff schwer beschädigt. Die Innenstadt musste neu aufgebaut werden. Auch das alte Rathaus und die Kilianskirche aus dem 13. Jahrhundert wurden schwer getroffen, nach dem Krieg aber wiederaufgebaut. Außer der Erkundung des Stadtzentrums lohnt ein Ausflug zum idyllischen Trappenseeschlösschen. Das Barock-Bauwerk diente ursprünglich als privater Landsitz und lässt sich nach einem drei Kilometer langen Spaziergang durch die Stadt oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Haltestellen befinden sich am Bahnhof, der nur wenige Schritte von den Stegen entfernt ist. Am Ausflugsziel erfreut neben der herrlichen Kulisse auch ein gemütlicher Biergarten die Besucher.

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Dieter Wanke am 27.06.2021
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