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Reise: Ostfriesland

Teil 4 - Leda und Jümme bis Barßel

Jürgen Straßburger am 21.12.2015

Das Gezeitenrevier von Leda und Jümme erstreckt sich von Leer in östlicher Richtung bis Barßel. Die südlichen Nebengewässer der Leda, der Hauptfehnkanal bis Rhauderfehn und die Sagter Ems bis Strücklingen unterliegen ebenfalls der Tide. Die Schleuse Osterhausen, oberhalb des Zuflusses der Sagter Ems zur Leda, verhindert, dass auch der Elisabethfehnkanal den Gezeiten unterworfen ist. Die gleiche Funktion hat die Schleuse NGFK I für den nördlichen Teil des Nordgeorgsfehnkanals, dessen südlichster Teil zwischen NGFK I und Jümme bei Niedrigwasser sogar trocken fällt.

>>> Im Bann der Gezeiten bis nach Barßel

Wer im Leda-Jümme-Revier optimale Tidenströme nutzen und ausreichende Wassertiefen haben will, sollte folgende Faustregel beachten: Bei Fahrt von West nach Ost (also beispielsweise von Leer nach Barßel) sollte der Start an der Seeschleuse Leer etwa eine halbe Stunde  vor dem örtlichen Hochwasser erfolgen. In umgekehrter Richtung (also von Ost nach West) etwa ein bis zwei Stunden vor dem örtlichen Hochwasser.

In wilden Windungen zieht die Leda durch flaches, grünes Land. Schwierige Passagen sind mit Spieren bezeichnet. Ein paar Einzelhöfe im weiten Grün, sonst nichts. Das ist nicht spetakulär, aber beruhigend. Die Brücke Potshausen, bei NW nur 0,6 m hoch, öffnet nach rechtzeitiger telefonischer Anmeldung ohne weitere Aufforderung. In östlicher Verlängerung der Leda führen Dreyschloot und Barßeler Tief (betonnt) in eine seenartige Verbreiterung der Soeste: Barßel und die Barßeler Häfen sind erreicht. 

Mit zwei Clubhäfen (WSC-Soeste und WSC Poseidon) und einem Gemeindehafen ist Barßel im Saterland ein beliebtes Wassersportzentrum. Eine weitere Clubanlage liegt im Nordloher Tief am Nordrand des Städtchens. Der Steg des WSC Neptun ist allerdings mit 1 m Tiefgang nur von 2 Stunden vor bis 2 Stunden nach Hochwasser anlaufbar. Regional isst man im Restaurant "Müllerhaus" neben der Ebkensschen Mühle, einer um 1720 erbauten, vollständig erhaltenen Holländerwindmühle.

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Jürgen Straßburger am 21.12.2015
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