Göttliche Donauwelle Göttliche Donauwelle

Reise: Österreich

Donau

Dieter Wanke am 19.03.2021

Göttliche Donauwelle: Von Wien bis zur Schlögener Schlinge haben wir fast den gesamten österreichischen Teil des Stroms erkundet

Der zweitlängste Fluss Europas gehört seit Urzeiten zu den wichtigsten Handelsrouten. Die Römer nannten ihn Dānuvius und ordneten ihm den gleichnamigen Flussgott zu. Wir starten die Reise auf dem Strom in Wien. Die Metropole ist ein Highlight an der Donau, auf das wir nicht verzichten wollen. Eigentlich ist unser Charterboot "Julio", eine Quicksilver Activ 905 Weekend mit kräftigem Mercury Verado 350, in Untermühl stationiert, der Basis des 2019 gegründeten Charterunternehmens Donau Yachten (www.donau-yachten.com). Eigentümer Thomas Schauer hatte vorgeschlagen, im Heimathafen zu starten und dann auch wieder zurückzufahren, das sind über 500 Flusskilometer. Dafür sollte man sich besser zwei Wochen Zeit nehmen, denn ansonsten bleibt kaum Spielraum für die Erkundung der schönen Ziele. Da er selbst auf Tour war, lag das Boot dann ohnehin in Wien, und wir konnten dort übernehmen. Einwegtörns sind bei entsprechender Planung grundsätzlich auch für Charterkunden möglich.

Die Marina Wien (www.marina.at) bietet allen Komfort. Die beiden Hafenbecken sind eingezäunt, also nur für Gäste zugänglich. Wer Richtung Osten aufbrechen will, passiert nach gut 50 Flusskilometern die Landesgrenze zur Slowakei, aber wir wollen in die andere Richtung. Für die Erkundung von Wien sollte mindestens ein Tag eingeplant werden, denn die Stadt hat enorm viel zu bieten. Da wir das Boot am Nachmittag übernehmen, erkunden wir am Abend noch den nahe gelegenen Prater. Der kann zu Fuß erreicht werden, aber wir nutzen die U-Bahn, denn die Haltestelle Donaumarina ist gleich neben dem Hafenbecken, bequemer geht es nicht. Beim dritten Stopp ist der als Wurstelprater weltbekannte Vergnügungspark erreicht. Wo sonst der Teufel los ist, herrscht gespens­tische Ruhe, denn die Fahrgeschäfte sind wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Restaurants sind jedoch geöffnet. Serviert wird gediegenes Rummelplatz-Fast-Food.

Noch mehr Informationen? Den Reisebericht "Göttliche Donauwelle" mit Serviceteil und weiteren Bildern finden Sie in BOOTE-Ausgabe 04/2021 seit dem 17.03.2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Der nächste Tag begrüßt uns mit herrlichem Sonnenschein. Perfekt, um die Stadt zu erkunden. Alles ist an einem Tag nicht zu schaffen. Wir starten mit Schloss Belvedere und flanieren dann gemütlich in Richtung Zentrum. Die Anfang des 18. Jahrhunderts für Prinz Eugen von Savoyen gebaute Schlossanlage erlaubt einen schönen Spaziergang im Belvederegarten mit Blick auf die Wiener Altstadt. Wenn nicht gerade Coronaviren ihr Unwesen treiben, kann das Schloss auch von innen besichtigt werden. Mit dem Stadtkern im Visier erreichen wir bald die Staatsoper. Ein Abstecher zum legendären Naschmarkt wäre noch zu empfehlen, aber wir sind versorgt. Da das Hotel Sacher nur wenige Schritte entfernt ist, gehört eine Sacher-Torte samt einer Kaffeespezialität natürlich zum Pflicht­programm. Wir genießen das Schokoladentörtchen samt Sonnenstrahlen in der umtriebigen Kulisse, begleitet vom Hufgeklapper der Zugpferde vorbeifahrender Fiaker. Weiter geht es durch das geschäftige Kärntner Viertel zum Stephansdom. Wer shoppen will, ist hier richtig. Wir suchen noch etwas Ruhe im schönen Volksgarten neben dem Burgtheater. Von hier führt dann der Weg wieder Richtung Osten zum Stubenviertel mit zahlreicher Gastronomie. Ziel ist das wohl bekannteste Restaurant für Wiener Schnitzel, das Figlmüller. Wer hier nicht reserviert hat, bekommt kaum einen Tisch. Wir haben Glück. Nach dem Genuss der Legende mit perfektem Panier und Erdäpfel-Vogerl-Salat – sprachliche Unterschiede sind vorhanden – wird es dann Zeit für den Rückweg zur Marina, wo wir den Abend an Bord ausklingen lassen.

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Dieter Wanke am 19.03.2021
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