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Charter: Revierübersicht

Bis zum Horizont

Christian Tiedt am 11.11.2018

Die Auswahl an Charterrevieren und Bootstypen ist nahezu endlos. Wir geben einen europaweiten Überblick, wo man den „Bootsurlaub auf eigenem Kiel“ mieten kann

Welcher Weg führt zum Ziel Ihrer Träume? Zumindest was den Urlaub auf dem Wasser angeht, fällt die Antwort auf diese Frage inzwischen alles andere als leicht – zum Glück, darf man sagen. Denn es gibt inzwischen kaum noch ein Revier europaweit (und darüber hinaus), in dem nicht mindestens eine Charteryacht auf entdeckerfreudige Crews wartet. Von den glasklaren, sonnendurchfluteten Buchten des Südens bis zu den stillen Weiten des Nordens reicht das touristische Angebot.

Charterreviere Europa

Egal, ob es vertraut heimatlich oder doch lieber exotisch zugehen soll, ob man die Binnenfahrt oder die Seefahrt bevorzugt – die Auswahl ist im wahrsten Sinne grenzenlos.

Gleiches gilt für die vorhandenen Bootstypen: Hier reicht die Palette von den voll auf Charterkunden ausgerichteten, einheitlichen Flotten internationaler Anbieter, über die wesentlich individuelleren Modelle regionaler Firmen bis hin zu "Einzelstücken" in Privathand.

Dass die Branche boomt, liegt aber nicht nur an dieser großen Vielfalt, sondern auch an der Tatsache, dass die meisten Reviere (zumindest im Binnenbereich) auch ohne Bootsführerschein erkundet werden können – und damit auch Urlaubern offenstehen, die zuvor keine "Verbindung" zum Wasser hatten.

Charterreviere in Europa

Großbritannien hat für den Charterurlaub viel zu bieten: von klassischen Hausbootrevieren wie dem schottischen Caledonian Canal, über die gezeitenabhängigen Norfolk Broads bis zur oberen Themse vor den Toren Londons. Dazu kommt eine echte britische "Eigenart": das Narrowboat. Die urigen, zum Teil recht schlichten und nur zwei Meter breiten Gefährte können ohne Führerschein überall auf dem dichten, historischen Kanalnetz gemietet werden.

Hierzulande wird das seit knapp zwanzig Jahren auf einer ganzen Reihe von Wasserstraßen durch die sogenannte Charterbescheinigung ermöglicht – insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ausgestellt wird sie nach einer gründlichen Einweisung durch den Vercharterer, wobei jeder behandelte Punkt protokolliert wird. Sie gilt ausschließlich für die Mietdauer.

Das betreffende Boot darf allerdings nicht schneller als zwölf Stundenkilometer sein (was binnen völlig ausreichend ist), während die Höchstgeschwindigkeit zwölf Stundenkilometer nicht überschreiten darf. In vielen anderen Ländern gibt es dagegen schlicht und einfach keine Führerscheinpflicht.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die verschiedenen Bootstypen und Reviere – und welche Kriterien eine Rolle bei der Auswahl spielen könnten.

Charterreviere in Europa

Das nordwestliche Ende der Adria geht in die Lagunen Venetiens über – flache, weitläufige und geschützte Gewässer. Neben alten prachtvollen Städten wie etwa der Serenissima Venedig selbst lockt das führerscheinfreie Revier auch mit malerischer Natur und kleinen Inseln. Nautisch sind die schmalen Fahrwasser aufgrund des Verkehrs jedoch durchaus anspruchsvoll, Gastliegeplätze in den städtischen Bereichen eher selten.

Völlig unabhängig davon, ob man zu den "Wiederholungstätern" gehört und schon mehrfach gechartert hat, oder ob man noch vor dem ersten Törn steht. Die nautische Tourismusindustrie setzt vielerorts (zumindest auf den Binnenrevieren) schon seit Jahren in ihren Werbekampagnen auf "Hausbooturlaub". Kein Wunder, denn kaum ein anderer Begriff lässt sich gleichzeitig mit Abenteuern und Behaglichkeit verbinden. 

Das vollständige Journal mit Revierübersicht lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 14.11.18 am Kiosk gibt – Abonnenten natürlich schon eher. Oder Sie laden sich das PDF weiter unten herunter. 

Christian Tiedt am 11.11.2018