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Reise: Mitteldalmatien / Kroatien

Große Auswahl, kleine Preise - Teil 3

Torsten Moench am 15.11.2016

Palmižana gilt zu Recht als einer der schönsten Stopps im von uns bereisten Revier. Unter den angrenzenden Pinien finden wir mehrere Bars und lassen uns das erste Bier des Tages servieren. Abends gehts dann ins besagte Gartenrestaurant "Meneghello", welches neben hervorragendem einheimischem Essen jede Menge Malereien und Skulpturen der im Sommer hier arbeitenden Künstler für seine Besucher bereithält.

Tag vier beginnt wie der vorherige endete – mit Sonne satt. Heute, am letzten Seetag unseres Kurztrips steht die Rückreise zur Marina Agana auf der Agenda. Aufgrund des guten Wetters entscheiden wir uns nach Verlassen des Pakleni-Kanals mit Kurs 330 Grad die Nordwestspitze Šoltas direkt anzusteuern. Hier liegt der 200-Seelen-Ort Maslinica versteckt hinter einigen vorgelagerten Inseln.

Sicher wäre auch Maslinica mit seinen Konobas und der vergleichsweise neuen Marina (50 Liegeplätze) einen Tagesstopp wert, wir entscheiden uns jedoch aus Zeitgründen für die Weiterfahrt und einen weiteren Teenager-Badestopp in der Bucht von Fumija an der Ostküste Čiovos, die wir gegen Mittag erreichen. Wir ankern auf dreieinhalb Metern Wassertiefe und Bordkoch Torge zaubert aus den Resten unserer Vorräte ein improvisiertes Drei-Gänge-Menü. Anders als in den vorher besuchten Buchten sind wir hier jedoch nicht allein. Das gute Wetter und die angenehmen Wassertemperaturen von über 20 Grad locken gut gefüllte Ausflugsboote an, sodass wir zumindest einen vagen Eindruck bekommen, was hier in der Hochsaison zu erwarten ist.

Nachmittags signalisiert ein Blick auf die inzwischen unentbehrlichen Wetter-Apps, dass es Zeit ist, die Rückreise in die etwa sieben Meilen entfernte Marina Agana anzutreten. Nach einer Stunde Fahrt liegt unser Zielhafen direkt voraus. Im Gegensatz zu den unterwegs besuchten Häfen ist die Marina Agana in diesen Oktobertagen nahezu voll belegt. Der Grund liegt auf der Hand:

Mitte Oktober sind nur noch wenige Charterboote im Revier unterwegs, die meisten liegen fest vertäut in ihren Heimathäfen wie beispielsweise hier.

Kaum passieren wir den äußeren Wellenbrecher der Hafenanlage, steht bereits ein Einweiser am Steg und weist uns den finalen Liegeplatz für "Asterix" zu. Kurze Zeit später steht The Moorings-Stationsmanager Antonio auf dem Steg: "Wie war Ihre Tour? Wetter war ja leider nicht so perfekt". Wie zur Entschuldigung reicht Antonio uns eine Flasche "Napoleon"-Sekt über die Reling, die wir dankend als "Festmacher-Schluck" annehmen.

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Torsten Moench am 15.11.2016