Insel Žut Insel Žut

Spezial: Žut / Kroatien

Rund Žut - Teil 3

Bodo Müller am 10.02.2019

Konoba „Vison“ 

Knapp eine halbe Meine südlich von Sabuni liegt die Bucht Dragišina mit der Konoba "Vison" am Westufer. An der Mole vor dem Lokal kann ein Motorboot längsseits gehen, zwei weitere können mit Heck auf dem Kopf der Mole an Muringleinen festmachen. Außerdem liegen in der Bucht drei kostenfreie Bojen des Gastwirtes. Das portugiesisch-kroatische Paar Maria und Mirko Jelić sowie Sohn Joso bieten mediterrane Küche an, wobei die Spezialität des Hauses Haifischfilet in Senfsoße ist. Unbedingt probieren! Tel. 098-26 63 76. Neben dem "Vison" beginnt der kürzeste Wanderweg (festes Schuhwerk!) zur Wallfahrtskapelle Sv. Križ (Heiliges Kreuz) auf dem Berg Grba. Der 20-minütige Aufstieg wird durch ein imposantes Panorama belohnt.

Restaurant „Trabakul“ 

Am südlichsten Punkt der Bucht Hiljača liegt die Ausbuchtung Pristanišće mit der gleichnamigen Siedlung. Am neuen Yachtanleger des Restaurants "Trabakul" können sechs Boote mit einer Länge bis etwa 50 Fuß mit Heck zum Steg an Muringleinen festmachen. Gäste des Lokals liegen gratis. Außerdem gibt es in der malerischen Bucht noch elf Bojen des Restaurants sowie viel Raum zum freien Ankern auf Wassertiefen zwischen fünf und zehn Metern. Auf dem neuen Steg kann man in einer Lounge-Bar die Seele baumeln lassen, ab 2018 soll es auch Strom für die Boote geben. Am erhöht gelegenen Restaurant gibt es für Nautiker Sanitäranlagen (WC, Duschen) und gratis Wi-Fi. Spezialität des Hauses ist der Trabakul-Spieß, eine Art Schaschlik aus verschiedenen Fleischsorten und gegrilltem Gemüse. Tel. 098-27 20 40.

Bucht Pinizel 

Die Uvala Pinizel liegt im Nordwesten von Žut. Am Ufer gibt es wenige alte Steinhäuser, die zu Ferienhäusern umgebaut wurden. Eine Konoba gab es bis Herbst 2017 (noch) nicht. Die Bucht ist nach Norden offen und schützt daher wenig bei Bora oder starkem Maestral. Bei südlichen Winden (Jugo) bietet die Uvala Pinizel aber hervorragenden Schutz und ist dann meist auch stark besucht. Seit 2017 existiert in der Bucht ein Feld von 23 Bojen, die eine technische Besonderheit sind. Die Bojen haben angeklappte Festmacher-Ösen, die via Internet geöffnet werden können, sodass man dann eine Leine durchfädeln kann.

Die Firma ADRIA BOVE in Zagreb hat derzeit fünf derartige High-Tech-Bojenfelder in Betrieb. Um an einer Boje anlegen zu können, muss man sich über www.adriabove.com zum entsprechenden Bojenfeld und zu einer konkreten Boje durchklicken. Dann sind die Bootsgröße und die stundengenaue Buchungsdauer einzugeben. Danach erscheint der Preis. Für unser 11-Meter-Boot waren es im September für 24 Stunden stolze 525 Kuna (71 Euro). Schließlich muss man sich einen Account anlegen und durch die Bezahl-Seite klicken.

Ich fand das schon zu Hause bequem am Schreibtisch sitzend sehr nervend. Mit dem Smartphone an Bord bei Schietwetter und Seegang möchte ich das lieber nicht versuchen wollen. Ob diese Art unbemannter Bojenfelder sich durchzusetzen vermag, möchte ich eher bezweifeln; während unseres Törns im September sahen wir nicht ein Boot an einer Boje. Außerdem machte der via Internet angesteuerte Klick-Mechanismus auf der Boje auf mich keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Bei Starkwind und Seegang möchte ich kein Schiff daran hängen.

Seite 3 / 4
Bodo Müller am 10.02.2019