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Niederlande

Niederlande: Groningen und Friesland

Ingrid Bardenheuer am 31.05.2007

Von der Ems nach Leeuwarden: ein abwechslungsreicher und geschichtsträchtiger Törn durch die niederländischen Provinzen Groningen und Friesland.

Zu alten Zeiten konnten sie nicht so recht miteinander. Die Gegebenheitendamals boten auch reichlich Anlass zu Reibereien: Die Stadt Groningen gehörte den Sachsen, das Umland den Friesen. Und die mochten es partout nicht hergeben, was aber im Sinne der Groninger gewesen wäre. Jahrhunderte sind seit dem vergangen und haben das Geschehen in der Rückschau weichgezeichnet. Aus den einstigen Kontrahenten wurden niederländische Provinzen, selbstbewusst und jede von besonderer Wesensart. Ihre Hymnensind stolz und schwärmerisch. Als „pronkjewail in golden raand“ fühlt sich Groningen, Friesland gar als „it bêste lân fan d'ierde“. Wir haben beide Provinzen besucht, erst das „Prachtjuwel mit goldnem Rand“ und dann das „beste Land der Erde“.

Über den denkmalgeschützten Haren-Rütenbrock-Kanal (HRK) reisen wir in die Niederlande ein. Der 13,5 km lange, schön gelegene Wasserweg zweigt in Haren vom Dortmund-Ems-Kanal ab und geht nordwestlich von Rütenbrock in den niederländischen Ter Apelkanaal über. Die vier Schleusen und zehn beweglichen Brücken des HRK werden zentral bedient, was in unserem Fall tadellos klappte und bescheidene zwei Euro kostete.Als einzige noch durchgängig schiffbare Verbindung zwischen Nordwestdeutschland und den Niederlanden ist der über einhundert Jahre alte Haren- Rütenbrock-Kanal durchaus etwas Besonderes.

Ingrid Bardenheuer am 31.05.2007