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Niederlande

Niederlande: Randmeere

Ingrid Bardenheuer am 16.07.2008

Von Friesland zu den Randmeeren: ein spannender Törn für Alt und Jung. Es gibt viel zu sehen, und die Wassersport-Infrastruktur ist vom Feinsten.

Harderwijk

Zentrumsnah: Hinter der Selbstbedienungsbrücke befindet sich der alte Hafen von Harderwijk mit weiteren Liegemöglichkeiten.

Die „Randmeren van Flevoland“, das sind acht zusammenhängende Seen (niederländisch „mere“) zwischen der Mündung der IJssel ins Ketelmeer und der Hollandse Brug am südöstlichen Ende von Flevoland. Ein Band von knapp 80 km Länge, das zwischen altem und neuem Land mäandert – hüben der Küstenstrich, den die einstige Zuiderzee verschonte, und drüben die Polderflächen Flevolands, die die Niederländer dem Wasser abrangen.

Den Randmeeren haftet nichts Wildes mehr an, sie sind gezähmt und müssen sich nun ihrerseits ducken – vor den Wogen der Begeisterung, die ihnen die moderne Freizeitgesellschaft entgegenbringt. Wenn der Sommer dem Ende zugeht, dann wird es vielerorts ruhiger. Wir machten uns Anfang September mit einer Noblesse 38 XL, die wir bei Van Straten Yachts & Charter im friesischen Sneek gebucht hatten, auf den Weg in dieses abwechslungsreiche Revier.

28. Mai 1932, kurz nach 13 Uhr: Hoch oben an der Nordseeküste, zwischen Nordholland und Friesland, wird der Abschlussdeich geschlossen. Die Zuiderzee, über Jahrhunderte hinweg das Einfallstor zerstörerischer Sturmfluten, ist Vergangenheit. Jetzt können sich die Niederländer in großem Umfang zurückholen, was das Meer ihnen nahm: Land. Sie deichen weite Teile des neu entstandenen IJsselmeers ein und entwässern die Gebiete. 1942 ist der Nordostpolder trocken gelegt, 1957 der Ost-Flevolandpolder. Die Bauarbeiten zu einem weiteren Polder – Süd-Flevoland – sind 1968 abgeschlossen. Aus dem neuen Land wird am 1. Januar 1986
eine neue Provinz – Flevoland.

Beim Leerpumpen des Nord-ostpolders machten die Niederländer indes eine Beobachtung, die sie zu Recht beunruhigte: Auf dem Festland sank das Grundwasser – es lief vom alten, höher gelegenen Land in den Polder nach, ein Effekt, der sich bei der Anlage der Flevolandpolder nicht wiederholen sollte. Hier vermied man eine Verbindung mit dem Festland und ließ stattdessen eine Wasserfläche zwischen altem und neuem Land bestehen, die „Randmeren van Flevoland“. Vossemeer, Drontermeer, Veluwemeer, Wolderwijd, Nuldernauw, Nijkerkernauw, Eemmeer und Gooimeer reihen sich aneinander wie Perlen an einer Schnur und gehören längst zu den beliebtesten Bootsrevieren der Niederlande.

Etwa sechs Stunden nach unserem Start in Sneek sind wir an der Küste angelangt – genauer gesagt, an der Küste der ehemaligen Zuiderzee, in Blokzijl. Seit dem Bau des Nordostpolders liegt das pittoreske Städtchen, das einmal ein florierender Handelsplatz war, im Binnenland. Die alte Seeschleuse zaubert Bilder in den Kopf: Hier, genau hier brandete einmal die Zuiderzee. Sehenswert ist der his-torische Hafen, der heute
komfortable Passantenplätze beherbergt. Mit dem Restaurant „Kaatje bij de Sluis“ besitzt Blokzijl überdies eines der besten Restaurants im Lande. In der Nähe streiche ich einem Bronzemädel über den Kopf – Kaatje. Mit der linken Hand, weil’s Glück bringen soll.

Glaubt man der Legende, so erblickte Kaatje Ende des 17. Jahrhunderts infolge einer amourösen Verfehlung das Licht der Welt. Dem liberalen Blokzijl waren die Umstände, die zu Kaatjes Lebenseintritt führten, weitestgehend schnuppe. Jedenfalls blieben Mutter und Tochter hoch angesehen, und Kaatje brachte es zu noch mehr Geld und Anerkennung: Sie war eine exzellente Köchin, die es verstand, heimische Gerichte mit den fremdartigen Zutaten aufzupeppen, die die Ostindienfahrer nach Blokzijl brachten.

Doch eines Tages verließ Kaatje das Glück. Ihre große Liebe zu einem Seefahrer blieb unerfüllt, auch musste sie unschön aus dem Leben scheiden – von Mörderhand. Der Verdacht steht bis heute im Raum, dass sie einzig und allein ihrer Kochrezeptsammlung wegen getötet wurde. Denn etliche ihrer handschriftlichen Aufzeichnungen sollen sich später rund um die Zuiderzee wiedergefunden haben.

Durch die offen stehende alte Seeschleuse von Blokzijl verlassen wir die Wasserwege des Festlandes. Der Vollenhoverkanaal, auf dem wir nun unterwegs sind, verläuft in etwa dort, wo altes und neues Land zusammengefügt wurden. Blok-zijl liegt kaum sechs Kilometer hinter uns, als backbord voraus Vollenhove in Sicht kommt, ebenfalls ein historischer Zuiderzeehafen. Heute gibt es hier etliche Liegeplätze für Passanten. Der Ort lebte vom Fischfang und der Tatsache, dass sich hier die Bischöfe von Utrecht zu erholen pflegten. Zu Füßen der mächtigen Kirche scharen sich eine ganze Reihe Lokale, darunter das „Seidel“, eine empfehlenswerte Adresse.

Über das Kadoeler Meer, das Vollenhove mit dem Zwarte Meer verbindet, geht’s weiter. In Schokkerhaven wollen wir Ruder legen und das Ketelmeer queren, um zu den „Randmeren van Flevoland“ zu kommen. Während wir übers schnurgerade Ramsdiep schippern, schweifen unsere Gedanken ab. Weite war hier einst, offenes Meer. Steuerbord querab vor uns befand sich eine dicht bevölkerte Insel – Schokland. Sturmfluten attackierten das Eiland unablässig, rissen Land mit sich und machten das Leben auf den Warften noch elender, als es ohnehin schon war. 1859 ließ der niederländische König die Insel evakuieren. Beim Bau des Nordostpolders blieben die Konturen von Schok-land erhalten – eine „Insel auf dem Trockenen“, die seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Schokkerhaven liegt kaum hinter uns, da beginnt unser Boot auch schon kräftig zu rollen. Die Flaggen der „Captain Tasman“ flattern ein wildes Stakkato, Gischt spritzt hoch – übers Ketelmeer fegt gerade ein strammer Nordwestwind, der uns zwangsläufig von der Seite erwischt. Unangenehm, aber nicht weiter schlimm. Im Schutz von IJsseloog beruhigt sich das Ganze. Die Insel ist ein Kunstprodukt, eine Art überdimensionaler „Müllschlucker“ für Schlick. IJsseloog soll einmal zu einem Biotop und Erholungsgebiet ausgebaut werden.

Bei Ketelhaven biegen wir auf das gut betonnte Fahrwasser der Flevoländer Randmeere ein. Den Reigen der Seen eröffnet das Vossemeer, das bis zur Roggebotsluis reicht. Wir empfinden das Gewässer als ziemlich unspektakulär und hoffen auf Abwechslung, die uns an der Roggebotsluis auch prompt geboten wird. Das Warten hat hier einige Gemüter stark erhitzt, es wird gedrängelt und geschoben. Zwei Vleten ziehen beherzt an allen Wartenden vorbei und entern die Schleusenkammer ohne Zaudern, was für hochrote Köpfe an den Halteplätzen sorgt.

Nach gut einer Stunde haben auch wir das Nadelöhr passiert und schauen uns um: Das Drontermeer ist schon deutlich spannender als das Vossemeer. Nett sind vor allem die vielen Liegemöglichkeiten im Grünen. Elburg wollen wir auf unserem Rückweg anlaufen, denn wir haben vor, an der Hollandse Brug zu drehen und von dort zurück nach Sneek zu fahren. Denn es ist tatsächlich so: Die „Randmeren van Flevoland“ haben genug Potenzial, um eine Charterwoche spannend zu gestalten.

Allein das Veluwemeer, das sich zwischen Elburg und Harderwijk erstreckt, bietet etliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Da sind die großen Marinas mit ihren zum Teil üppigen Freizeitangeboten: der Yachthafen Riviera Beach vis-à-vis von Elburg zum Beispiel, der unter anderem über Hallenbad, Indoor-Spielplatz und Restaurants verfügt. Der Freizeitpark Walibi World, der vor allem den Bordnachwuchs bei Laune halten dürfte, ist von Riviera Beach zu Fuß erreichbar.

Der gemütliche Yachthafen „De Klink“ befindet sich etwa 2,5 km weiter westlich, nach weiteren drei Kilometern liegt, ebenfalls auf Polderland, das Aqua Centrum Bremerbergse Hoek. Letzteres hat mit den Inselchen De Ral und Pierland zwei hübsche Ausflugsziele sozusagen vor der Tür. Achtung: Durch Neerstrom kann die
Zufahrt zu Pierland schon mal versanden.

Flache, kinderfreundliche Strände unweit der Yachthäfen machen das Veluwemeer (wie die übrigen Randmeere auch) insbesondere für Familien attraktiv. Bei Bremerbergse Hoek befindet sich überdies eine etwa 6 km lange Schnellfahrtstrecke, die längste der Randmeere.

Verständlicherweise finden diese vielen schönen Attribute großen Zuspruch, insbesondere aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet, das gerade einmal zwei Autostunden entfernt liegt. Will heißen: Auf dem Veluwe kann schon mal viel Betrieb sein, zumal seine Weite trügerisch ist – außerhalb der Fahrrinne ist ein Großteil der Wasserfläche untief und nicht befahrbar. Diese Konstellation – ungeschützt und viel Flachwasser – kann in Verbindung mit einem ordentlichen Südwestwind durchaus für ruppige Fahrt sorgen. Auch bei unserer Hintour zeigt sich das ansonsten sanfte Veluwemeer recht ausgelassen. Das Vorschiff der „Captain Tasman“ bekommt eine Dusche nach der anderen verpasst, die Scheibenwischer fahren Extraschichten, und der Skipper gerät darüber ins Sinnieren: „Ganz ordentliche Wellen für diesen Teich …“

Wir passieren abermals eine moderne Marina, den Yachthafen Flevostrand. Uns zieht es aber ins gegenüberliegende Harderwijk. Die Stadt lag einst an der Zuiderzee und verdiente ganz gut am Fischfang. Der Ort besaß auch eine Universität, an der in den 1730ern ein Student aus Schweden eingeschrieben war, der es später zu einiger Berühmtheit brachte: Carl von Linné, bekannt für seine Systematik der Tier- und Pflanzenwelt. Die Universität gibt es längst nicht mehr, dafür hat Harderwijk heute ein Delfinarium und wohl bald eine schicke moderne „waterfront“, unter anderem mit einem neu gestalteten Binnenhafen. Wir machen an der Kade gleich hinter der Hafeneinfahrt fest. Gegenüber befindet sich die Zufahrt zum „De Haven van Harderwijk“, der im Nachhinein betrachtet der schönere Platz fürs Boot gewesen wäre. Die Kade, an der unsere „Captain Tasman“ vertäut ist, gehört zum Fischerhafen, der sich weiter stadteinwärts fortsetzt.

Wir liegen mit Blick auf das „Dolfinarium“, und manchmal dringt das Quäken und Giggeln seiner Bewohner an unser Ohr. Flipper & Co. werden in Harderwijk konsequent vermarktet. Souvenirläden geben ihr Bestes, den Bedarf an Plüschdelfinen – auch „met piep“ – zu befriedigen, die angrenzende Gastronomie ist auf schnelles Essen eingestellt. Das also ist Harderwijk? Nein, ist es nicht. Denn hinter dem etwa 700 Jahre alten „Vispoort“ tut sich eine ganz andere Welt auf: der malerische Fischmarkt mit seinen historischen Häusern. Hier
lässt es sich auch stilvoll einkehren – zum Beispiel bei „Da Gabriele“ oder im „De Smaeckmaaker“.

Anderntags queren wir das großflächige Wolderwijd, das sich an das Veluwemeer an-schließt. Tipp: Die idyllische Insel De Biezen im Nordwesten lohnt einen Abstecher, auch das Eiland De Zegge vor Zeewolde.
Zeewolde und Almere-Haven sind die großen, jungen Städte am Südufer des Süd-Flevolandpolders. Dass sich diese beiden urbanen Zentren – wie das gesamte Poldergebiet – auf dem Grund der früheren Zuiderzee, also unterhalb des Meeresspiegels befinden, bleibt ein aufregender Gedanke. Und noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass wir, die Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts, keineswegs die ersten sind, die diesen Boden betreten haben. Denn lange bevor es die Zuiderzee gab, lebten bereits Menschen in der Gegend – Angehörige der neolithischen Swifterbant-Kultur (5000–3400 v. Chr.).

In der Umgebung von Almere gehen die Siedlungsspuren sogar bis 8800 v. Chr. zurück. Ein Erbe, auf das sich das so geschichtslos anmutende Almere gern bezieht. Zunächst schauen wir in Zeewolde vorbei, der jüngsten Gemeinde der Niederlande, die zudem den geografischen Mittelpunkt des Landes bildet. Zeewolde macht es dem Betrachter nicht ganz einfach. Das Ortsbild ist von moderner Architektur geprägt, und die umschmeichelt das Gemüt nicht so, wie es die alten Städte drüben auf dem Festland tun. Die Bauten hier fordern heraus, was Spaß macht, wenn man sich darauf einlässt.

Gleich am „Aanloophaven“ empfängt uns ein solches Gebäude, das Rathaus, gestaltet von Wim Quist. Berühmt ist die Bibliothek, die Koen van Velzen entwarf. Es gibt einige interessante Lokale, zum Beispiel das „MiXXers“ mit Café, Bar und Restaurant, etwa 1,5 km vom „Aanloophaven“ entfernt. Neben diesem Gasthafen bietet auch der Jachthaven Wolder-wijd in zwei angrenzenden Hafenbecken Liegemöglichkeiten an.

Wieder einmal erstaunlich, wie viele Boote in eine niederländische Schleuse passen: In die Nijkerkersluis, die Nuldernauw und Nijkerkernauw verbindet, passt kein Tender mehr, als sich die Tore schließen. In der Enge kommt man sich näher, auch menschlich. „Ein schönes Schiff haben Sie“, lächelt der niederländische Skipper neben uns. Und: „Warum fahren Sie nicht weiter bis Amsterdam?“ Wer mehr Zeit hat, der sollte in der Tat nicht wie wir an der Hollandse Brug umkehren, sondern Kurs auf die sich anschließenden Fahrreviere nehmen.

Unsere Reise geht weiter die Polderküste entlang. Via Eemmeer erreichen wir das Gooimeer und dort Almere-Haven. Der Ort ist ansprechend, macht hier und dort aber doch den Eindruck, als sei er – trotz seiner Jugend – schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Almere-Haven ist der älteste Stadtteil von Almere und verbreitet als solcher den Charme der späten Siebziger. Als die ersten Siedler im November 1976 einzogen, war noch vieles Behelf; heute gibt es in Almere-Haven etliche Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten.

Ins etwa 10 km entfernte Almere-Stad bringt ein Bus – oder man nimmt den Wasserweg (Durchfahrtshöhe max. 2,50 m). Almere gehört mittlerweile zu den größten Orten der Niederlande. Jeder Stadtteil hat ein anderes Gesicht, die Architektur ist oft experimentell und kühn. Dagegen macht sich Almere-Haven gemütlich aus, und es berührt, wenn ein Geschäftsmann mit dem Hinweis „sinds 1981“ wirbt. Wir haben im Gemeindehafen festgemacht, eine Alternative ist der südwestlich davon gelegene Hafen des WSV Almere-Haven. Im Restaurant-Brasserie „Bakboord“ hat man einen schönen Blick auf den Hafen. Wer es gern japanisch mag, sollte
dem „Sensei Haven“ hinter der Sluiskade einen Besuch abstatten.

Etwa sechs Kilometer von Almere-Haven entfernt markiert ein mächtiger Bau das südwestliche Ende der Flevoländer Randmeere: die Hollandse Brug. Wir wenden und sagen dem neuen Land Adieu. Nun wollen wir jene Festlandsorte besuchen, die wir auf der Hinfahrt nur passiert haben – wie Bunschoten-Spakenburg und Elburg.

Am Südufer der Randmeere, dem Festland, brachen sich einst die Wellen der Zuiderzee. Der freie Zugang zur Nordsee prägte die Orte und das Leben der Menschen. Da ist Naarden, die alte Festungsstadt, die heute über einen großen Yachthafen verfügt. Von hier bis zum Ortszentrum sind es etwa 3 km. Oder das frühere Fischerdorf Huizen mit seinen vielen Liegemöglichkeiten – besonders nett ist’s am alten Hafen, wo sich unmittelbar am Wasser das urige Lokal „De Kalkovens“ befindet.

Bevor wir Bunschoten-Spakenburg anlaufen, rasten wir auf der Insel „Dode Hond“. Das Eiland östlich der Stichtse Brug bietet geschützte Liegeplätze, der Blick reicht weit übers Eemmeer. Hundeliebhaber dürfte dies interessieren: Man erzählt sich, dass ein paar Arbeiter, die beim Polderbau beschäftigt waren, einen Hund mit sich führten. Eines Tages verstarb das bedauernswerte Tier von jetzt auf gleich. Der „dode hond“ kam auf der Insel unter die Erde, und später, wenn sich jemand auf den Weg dorthin machte, hieß es nur noch: „Ich geh zum toten Hund!“

WAS SKIPPER WISSEN MÜSSEN

Die Firma Van Straten Yachts & Charter ist eine bewährte Größe auf dem niederländischen Char­termarkt. Das Sneeker Unterneh-men vermietet schon seit Jahren Motorboote gehobenen Standards. Die Flotte umfasst derzeit elf sehr komfortable bis luxuriöse Yachten. Bregina und Lars van Straten führen die Firma kompetent, professionell und mit jener Herzlichkeit, die von Anfang an für Wohlfühlatmosphäre sorgt.

Nette Idee: Zur Begrüßung erhält jede Chartercrew einen üppig bestückten Frühstückskorb. Pkw-Stellplätze sind vorhanden, allgemeine Infos zum Fahrgebiet befinden sich an Bord. Neben der üblichen Einweisung besteht noch die Möglichkeit, gegen Gebühr eine umfassende praktische und theoretische Fahranleitung zu buchen. Zum Einkaufen und Einkehren empfiehlt sich das etwa 3 km entfernte Zentrum von Sneek.


Das Boot Die „Captain Tasman“, eine gepflegte Noblesse 38 XL (Baujahr 2004), ist für vier Personen ausgelegt. Vorn und achtern befindet sich jeweils eine Kabine mit frei stehender Doppelkoje und eigenem Sanitärbereich. Salon und Pantry sind geräumig und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Mikrowelle, Radio/CD, DVD, Satellitenanlage und Farbfernseher sowie Zentralheizung sind Teil der Bordausstattung. Bug- und Heckschraube erleichtern dem Rudergänger die Arbeit. Sein Platz ist auf dem Achterdeck. Dank eines guten und dicht schließenden Cabrio-Verdecks sitzt man hier auch bei Wind und Wetter angenehm und trocken. Gemütliche Deckstühle stehen bereit, wenn die Sonne wieder hervorkommt.


Technische Daten Länge 12,20 m, Breite 3,95 m, Tiefgang 1,15 m, Durchfahrtshöhe 4,60 m, Motorisierung 1 x 92 kW (125 PS) John-Deere-6-Zylinder-Diesel, Trinkwassertank etwa 700 l, Kraft- stofftank etwa 700 l, Verbrauch etwa 8 l/h. Die Preise Der Wochenpreis (4 Personen) für die „Captain Tasman“ liegt je nach Saisonzeitraum zwischen 1268 und 1792 x. Ab drei Wochen gibt das Unternehmen 5 % Rabatt. Zum Charterpreis kommen die Kosten für die Endreinigung (60 x) hinzu. Kopfkissen gehören zum Inventar; Bettdecken, Bett- und Küchenwäsche, Hand- und Badetücher können gemietet werden – zum Beispiel über ein „First Class Paket“ (195 x/Boot), in dem auch die Endreinigung enthalten ist. Die Höhe der Kraftstoffkosten richtet sich nach dem aktuellen Dieselpreis. Die Kaution beträgt 500 x und wird bei schadensfreier Rückgabe des Bootes erstattet. Eine Kautionssummenversicherung kostet 60 x (alle Preise Stand 2008).

Information und Buchung
Van Straten Yachts & Charter, Hendrik Bulthuisweg 13, NL-8600 AE Sneek, Tel. 0031-515-
43 81 58. www.yachtcharter-van straten.nl

Das Revier Führerschein Boote bis 15 m Länge sind in den Niederlanden führerscheinfrei. Für Motorboote, die schneller als 20 km/h fahren können, ist ein Führerschein erforderlich. Fahrhinweise Über die „Randmere van Flevoland“ führt ein gut markiertes Fahrwasser, in dem maximal 20 km/h erlaubt sind. Außerhalb der Betonnung dürfen 9 km/h nicht überschritten werden. Achtung: Neben der Fahrrinne erstrecken sich häufig Flachwassergebiete. Schnellfahrtstrecken befinden sich auf dem Veluwemeer,­Nijkerker­nauw ­und Gooimeer. Es gibt zwei Schleusen, die Roggebotsluis zwischen Vossemeer und Drontermeer sowie die ­Nijkerkersluis westlich von Bunschoten-Spakenburg. Die Durchfahrtshöhen der festen Brücken waren für unser Boot mehr als ausreichend.

 

Ingrid Bardenheuer am 16.07.2008