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Reise: Niederlande

Zeeland

Christian Tiedt am 15.01.2021

Zoet en zout: Im Südwesten der Niederlande liegt Zeeland. Zum Großteil ein Binnenrevier – doch die salzige Nordsee ist nicht weit

Der frische Seewind wirkt Wunder, als wir auf dem Parkplatz der Marina De Batterij aussteigen. Sechs Stunden Autobahn liegen hinter uns, nun sind wir in Willemstad im Süden der Niederlande angekommen. Es ist Mitte Juni, und das Coronavirus scheint tatsächlich eine Auszeit zu nehmen. Eine Gelegenheit, die wir nutzen wollen, um eine für uns neue Ecke unseres Nachbarlandes auf eigenem Kiel kennenzulernen – die Provinz Zeeland.

Der Name sagt eigentlich schon alles: "Meeresland". Das Meer ist natürlich die nahe Nordsee; Wasser findet sich davon abgesehen hier aber ohnehin in jede Richtung, in die man blickt.

Später, bei der Einweisung an Bord unserer Linssen Grand Sturdy 45.0 AC, erzählen Paul-Michiel und Maasje von Dutch Yacht Rentals, was unsere kleine Crew in der nächsten Woche erwartet: der lagunenhafte Grevelingen mit seinen künstlichen Eilanden, ein Abstecher zum Nordseestrand, danach die Oosterschelde, wo die Gezeiten nach wie vor den Takt vorgeben,  und schließlich die lebhafte, alte Handelsstadt Goes. Ein volles Programm jedenfalls auf diesem Revier hinter dem Meer.

Noch mehr Informationen? Die Reisereportage über Zeeland mit weiteren Bildern und Serviceteil finden Sie in BOOTE-Ausgabe 02/2021 seit dem 13.01.2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Am nächsten Morgen verlassen wir De Batterij und landen gleich im Berufsverkehr auf dem Hollands Diep, einem der Mündungsarme des Rheins. Von rechts kommt die "Toronto" auf, von links die "Jabo". Wir queren das Fahrwasser, nachdem die Frachter durch sind, und folgen dem Tonnenstrich zum Vorhafen der Volkerak Jachtensluis. Die ist riesig – und dennoch kein Vergleich zu den mehr als 300 Meter langen Zwillingskammern für die Großschifffahrt nebenan. Kaum haben wir am Wartesteg festgemacht, springt die Ampel auf Grün. Nach dem Einlaufen liegen wir im Schatten der Autobahnbrücke über uns. Doch zu Tal geht es nur wenige Zentimeter, ein Niveauausgleich, mehr ist es nicht. Die gewaltige Struktur dient in erster Linie dem Flutschutz: Sie ist Teil der Deltawerke, eines künstlichen Bollwerks gegen die Wut der Nordsee.

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Christian Tiedt am 15.01.2021
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