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Reise: Markermeer

Mal See... Mal Meer - Teil 5

Dieter Wanke am 28.04.2018

Gegen Mittag haben wir genug gesehen und legen ab mit dem Ziel Hoorn. Die acht Seemeilen sind schnell gefahren. Zur Zeit der VOC war Hoorn einer der führenden Häfen im Land. Der Zugang zur Nordsee und die geschützte Lage machten die Stadt zum idealen Standort. Noch heute prägen die Prachtbauten der reichen Kaufleute die Altstadt und das Hafenviertel. Beim Einlaufen wird zunächst der markante Wehrturm von 1532 passiert, dann geht es durch die schmale Einfahrt am Hafendienst vorbei in den Binnenhaven. Liegeplätze sind rar, aber man liegt direkt an der Promenade. Besser geht es nicht. Wir haben wieder Glück und dürfen ganz
zentral an einer Yacht festmachen, die noch länger hierbleibt.

Wer an einem Einkaufsbummel interessiert ist, liegt in Hoorn richtig. Die Fußgängerzone mit ihrem reichhaltigen Angebot ist in Reichweite. Eisenbahnfreunde kommen in der historischen Tramstation (www.stoomtram.nl) auf ihre Kosten, hier werden alte Züge und Dampflokomotiven restauriert. Bei einem Spaziergang durch den Lokschuppen kann man den Hobby­eisenbahnern bei der Arbeit zusehen und die alten Dampfrösser aus der Nähe betrachten. Es gibt Führungen, außerdem starten hier Fahrten mit der Museumsbahn nach Medemblik.

Wer den Käsemarkt in Edam verpasst hat, bekommt in Hoorn (www.cheesemarkethoorn.com) eine zweite Chance. Auch hier findet ab Mitte Juni bis Ende August jeden Donnerstagnachmittag ab 13 Uhr eine solche Veranstaltung statt – und zwar, wie in Edam, am Marktplatz beim ehemaligen Wiegehaus "D’Oude Waegh", in dem heute ein nettes Restaurant (www.oudewaegh.nl) untergebracht ist. Im 19. Jahrhundert war es einer der größten Käsemärkte in Nordholland, heute dient er rein touristischen Zwecken. Nach der Erkundung der ganzen Stadt haben wir den Eindruck, für heute genug gelaufen zu sein. Deshalb reservieren wir für den Abend gleich einen Tisch im Restaurant "De Korenmarkt" (www.dekorenmarkt.nl).

Das befindet sich nur ein paar Schritte von unserem Liegeplatz entfernt an der Hafenpromenade und serviert leckere Miesmuscheln. Den Sonnenuntergang erleben wir mit einem selbst gemischten Cocktail auf der Fly­bridge unserer "Meretrix". Nicht zu toppen: die Aussicht auf den hübschen Hafen von Hoorn, der inzwischen komplett voll ist. Päckchen mit bis zu vier Booten sind die Regel. Wer zu spät kam, musste auf andere Häfen ausweichen. Das Hafenkino konnten wir von unserer Fly ja bestens beobachten.

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Dieter Wanke am 28.04.2018
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