Malmö2 Kopenhagen

Kopenhagen, Malmö

Schwestern - Seite 3

Christian Tiedt am 25.02.2017

Gastliegeplätze (in Boxen, längsseits nur an der Innenseite des Wellenbrechers und am inneren Ende) sind in dem knapp 350 Meter langen Becken mit grünen Schildern gekennzeichnet, ein Sanitärgebäude ist vorhanden. www.dockanmarina.se

Ab in die Stadt: Von unserem Liegeplatz geht es praktisch immer am Wasser entlang, über Klapp und Universitätsbrücke zum Innenhafen und einmal über den Vorstadtkanal. Der Stortorget mit dem Reiterstandbild des Königs Karl X. Gustav ist bunt vor Menschen, das Rathaus festlich beflaggt.

Für einen entspannten Kaffee geht es weiter zum Lilla Torg, dessen historische Häuser mit Fachwerk und farbenfrohen Fassaden bei uns den Eindruck erwecken, plötzlich in einer schwedischen Kleinstadt zu stehen. Langsam kommt der Abend, doch es ist warm genug, und die Rasenflächen im Schlosspark beim wuchtigen Malmöhus sind voller junger Leute.

Gitarrenklänge und Gesang vermischen sich mit dem Gelächter gut gelaunter Menschen. Grillgeruch steigt auf. Da kommt eine freie Bank gerade recht für uns, um diesen schönen Abend noch ein bisschen ausklingen zu lassen, bevor wir an Bord zurückkehren.

Vierzehn Seemeilen sind es am nächsten Morgen quer über den Öresund, der bei Windstille so glatt wie Glas vor uns liegt. Zwischen der Insel Saltholmen im Süden und der ehemaligen Seefestung Flakfortet hindurch steuert unsere Trader 42 auf das Lynette løbet zu, die Sportbootzufahrt zum Inneren Hafen von Kopenhagen, vorbei an glänzenden Tankanlagen und der nächsten Festungsinsel – aber auch auf Trekroner wird heute nur noch Naherholung exerziert.

Direkt voraus nun zwei Kreuzfahrtschiffe und die "Eclipse", eine 160-Meter-Megayacht, längsseits an der Langelinie – und auch sonst ist an diesem Sommertag mitten in Kopenhagen so ziemlich alles auf dem Wasser, was schwimmt und einen Antrieb hat, vom Tretboot bis zum Ausflugsdampfer. Auf zur Hafenrundfahrt!
Noch in Sichtweite der Schornsteine von "Queen Mary" und Co. liegt an Steuerbord nun der Langelinie Lystbådehavn querab – die beste "Adresse", wenn man zentral liegen möchte (und einen freien Platz findet; www.langeliniehavn.dk).

Kopenhagen

Dahinter ragen die begrünten, sternförmigen Wälle des Kastells auf, und davor, vor einer bunt wimmelnden Kulisse aus Reisebussen und Touristenscharen, sitzt etwas verloren, den Blick vor Dutzenden von Kameras schüchtern abgewendet, die Kleine Meerjungfrau auf ihrem Felsen.

Ein voll besetztes Ausflugsboot pflügt vorbei, winkende Hände wedeln durch die Luft. An der Hafenmauer baumeln dagegen lässig Beine, Gesichter sind zur Sonne gedreht. Wer Schatten sucht, ist unter dem ausladenden Dach der Oper richtig, nun an Backbord.

Auf der anderen Seite folgt auf die restaurierten Speicher der Toldbodgade nun der Amaliehaven mit dem Blick an der Fontäne vorbei auf Schloss Amalienborg und die patinaglänzende Kuppel der Frederikskirke, vom Petersdom in Rom inspiriert. Letzter Punkt unserer kleinen Tour ist das maritime Herz der Stadt, der Nyhavn mit seinen Traditionsschiffen.

Wer hier im Außenbereich vor der Brücke einen Liegeplatz ergattert, ist nicht nur vom Glück geküsst – sondern vermutlich auch verdammt früh aufgestanden ... 

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Christian Tiedt am 25.02.2017