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Ostsee Insel: Gotland

Land der Steine

Christian Tiedt am 24.06.2018

Von bizarren Säulen, die von Wind und Wasser geformt werden, bis zu den hohen Bögen der Hansezeit: Gotland lebt Geschichte

Lickershamn
Nach einer Sage wurde auf Gotlands höchstem Rauk einst ein Mädchen gefangen gehalten: Ihr eifersüchtiger Vater wollte die Unglückliche nicht zur Hochzeit hergeben. Noch heute trägt die 26 Meter hohe Kalksteinsäule am Eingang der Bucht von Lickershamn daher den Namen Jungfrun – die Jungfrau.

Vom kleinen Fischerei- und Ferienort geht es am Strand und durch Kiefernwald zu diesem Wahrzeichen. Liegeplätze: Muringbojen innen an der Mole und längsseits an der Pier. Strom, Wasser, Sanitär und Slip, Fischladen und Restaurant. www.gotland.net/sv/plats/lickershamn

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Klintehamn
Der Hafen von Klintehamn gehört heute zu den wichtigsten der Insel, davon zeugen große Silos und nüchterne Lagerhallen, und obwohl der Ort nur 1800 Einwohner hat, ist er Gotlands drittgrößter. Was ihn als Etappenziel interessant macht, liegt jedoch selbst etwa sieben Seemeilen vor der Westküste:

Von Klintehamn fahren Ausflugsboote zu den Karlsinseln, sieben Seemeilen im Südwesten: Wie Gotland auch, sind Stora und Lilla Karlsö vor 400 Millionen Jahren aus Korallenriffen entstanden. Beide Kalksteineilande sind heute unbewohnte Naturschutzgebiete, kleine Paradiese mit vielfältiger Vogel- und Pflanzenwelt, wobei die größere auch über Herberge, Gaststätte und Museum verfügt (www.storakarlso.se).

Liegeplätze: Der Gasthafen von Lickershamn befindet sich an der Außenseite des Hafengeländes nördlich des Handelsbeckens. Festgemacht wird längsseits, Service ist vorhanden und Essen gibt's im Hamnkaféet. www.klintebatklubb.se, www.hamnkafeet.se

Fårösund
Im Nordosten Gotlands trennt ein schmaler Wasserstreifen die Hauptinsel von ihrer kleineren Nachbarin Fårö. Fårösund liegt an der engsten Stelle. An diesem „Verkehrsknotenpunkt“ pendelt nicht nur die kostenlose Fahrzeugfähre zwischen beiden Ufern, auf der Südseite befindet sich auch der nördlichste "echte" Sportboothafen des Archipels.

Mit dem Bord- oder Mietfahrrad (www.gotlandscykeluthyrning.com) sind Sehenswürdigkeiten wie das Freilichtmuseum Bunge (www.bungemuseet.se) bequem zu erreichen. Gute Versorgungsmöglichkeiten. Liegeplätze und Service bieten neben der Marina auch der Bootsclub und der Fischereihafen. www.farosundsbatklubb.se

Weitere Revierinformationen zur Insel Gotland mit ihren Orten Vändburg, Fårö Fyr, Visby, Helgumannen, Slite, Storsudret, Burgsvik und Lauterhorn lesen Sie in der Jui-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 20. Juni im Handel gibt. 
Das Heft ist im DK-Shop erhältlich, oder Sie laden sich den Bericht direkt über den Link unten herunter.

Christian Tiedt am 24.06.2018