Møns Klint Møns Klint

Revier: Insel Møn / Dänemark

Auf Zeitreise

Christian Tiedt am 16.10.2018

Die Kreideklippen der Insel Møn gehören zum Spektakulärsten, das Dänemark – und die gesamte Ostseeküste – zu bieten hat

Himmel und Meer trennen 500 Stufen: So hoch ragen die Kreideklippen des Dronningestolen über dem schmalen Strand auf, 128 Meter, schwindelerregend steil und blendend weiß im Sonnenlicht. Die Aussicht von ihrer grün belaubten Krone reicht in weitem Halbkreis von Norden nach Süden über die Ostsee. Der Fährhafen im schwedischen Trelleborg, der Dornbusch auf Hiddensee und Darßer Ort auf deutscher Seite liegen – jeweils rund 50 Kilometer entfernt – alle knapp außerhalb des Sichtkreises unter dem leeren Horizont.

Ein wahrhaft würdiger Ort für den "Stuhl der Königin" – und das mit Sicherheit eindrucksvollste Stück von Dänemarks nicht gerader kurzer Küste.

Møns Klint prägt die Landschaft der gleichnamigen Insel auf einmalige Art. Jahrhundertelang diente seine unübersehbare Wand als wichtige Landmarke für die Schifffahrt in der Ostsee. Später begannen die wilden, wie erstarrte Wellen aufbrandenden Formationen, verändert von Wasser, Wind und Frost, dann auch landseitig Anziehungskraft auszuüben: Zuerst kamen die Maler, dann die Urlauber. Wenige zuerst, später immer mehr. Heute stehen die "Fundamente Dänemarks", deren 70 Millionen Jahre alter Kalkstein hier so spektakulär zu Tage tritt, als Biosphärenreservat auf der Liste der UNESCO. Ein offenes Fenster in die erdgeschichtliche Vergangenheit, eingebettet in herrliche Natur.

Für Sportbootskipper lohnt sich der Besuch im nahen Hafen von Klintholm doppelt; nicht nur, weil Møns Klint mit seinem Besucherzentrum von hier aus bestens zu erreichen ist, sondern auch, weil der Ort im Südosten der Insel für Gäste auf eigenem Kiel neben umfassender nautischer und touristischer Infrastruktur auch beste Voraussetzungen für sommerliche Erholung bietet.

Wer mehr Zeit im Revier verbringen möchte, kann Møn auf dem Wasser umrunden und seine "anderen Seiten" kennenlernen; die flachen, geschützten Sunde im Norden etwa, die kleine, von Salzwiesen und Vogelbrutgebieten geprägte Nachbarinsel Nyord oder den Hauptort Stege mit seinen 4000 Einwohnern – wenn man sich nach soviel Natur wieder nach "Großstadt" sehnt...

Das gesamte Revierporträt der Insel Møn lesen Sie in der November-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 17.10.18 am Kiosk gibt – Abonnenten natürlich schon eher. Oder Sie laden sich das PDF zum Test weiter unten herunter. 

Christian Tiedt am 16.10.2018