Überwintern im Wasser: Teil 3 – HeizungenFoto: BOOTE-Archiv

Sicherheit Überwintern im Wasser: Teil 3 – Heizungen

Torsten Moench  

5.11.2021, Lesezeit: 2 Minuten

Alternative Wärmequellen: Welche Heizmöglichkeiten gibt es neben den klassischen Warmluft- oder Warmwasser-Heizungen?

Während der Saison beheizen wir unsere Boote üblicherweise entweder mit Diesel-Warmluft- oder -Warmwasserheizungen. Wer sein Boot jedoch auch im Winter nutzen will, sucht früher oder später nach Alternativen oder Ergänzungen. Einige sind sinnvoll, andere nicht. Hier zeigen wir einige Beispiele, wie man das Boot noch warm bekommt.

Heizlüfter
Der Klassiker fürs schnelle Heizen zwischendurch ist der elektrische Heizlüfter. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Ausführungen und Leistungsklassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Gerät ist preiswert, klein, wartungsfrei und praktisch überall einsetzbar, wo Landstrom zur Verfügung steht.

Nachteil: Genau wie Diesel-Luftheizungen erzeugen elektrische Heizlüfter Warmluft, die den Raum schnell aufheizt. Der kühlt aber auch genauso schnell wieder aus, nachdem das Gerät ausgeschaltet ist. Außerdem kann ein Dauerbetrieb mächtig ins Geld gehen. Je nach Strompreis im Hafen, kommen im Monat schnell stattliche Energierechnungen zusammen. Hinzu kommt, dass der Ventilator Geräusche erzeugt, die zumindest nachts störend sind. Deshalb: Heizlüfter sind für das schnelle kurzfristige Aufheizen brauchbar, für den Dauerbetrieb jedoch nicht.

Ölradiator
Im Unterschied zum Heizlüfter erwärmen Ölradiatoren die Luft langsamer, sind dafür aber nachhaltiger und sparsamer. Bei diesem Gerätetyp wird nicht unmittelbar die Luft erhitzt, sondern ein Öl, welches dann im Radiator zirkuliert und die Wärme anhaltend an die Raumluft abgibt. Vorteil: Das Gerät braucht weniger Strom, arbeitet völlig geräuschlos und ist im Betrieb extrem sicher. Für die Kabine eines 10-Meter-Bootes reicht beispielsweise ein 600-Watt-Gerät völlig aus, um sie auf Temperatur zu halten. Ohne Landstrom kommen jedoch auch solche Geräte nicht aus.

Mehr zum Thema: