StromwächterFoto: Olaf Schmidt

TechnikStromwächter

 

30.11.2006, Lesezeit: 2 Minuten

Batterien sind für Boote lebenswichtig. Ihr Ladezustand lässt sich nur mit Stromzählern überwachen. Vier Geräte im Test.

  BeschreibungFoto: Olaf Schmidt
Beschreibung
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Ohne Strom geht an Bord gar nichts. Der Motor startet nicht, der Kühlschrank kühlt nicht, und die Kajüte bleibt dunkel. Wer den „Strom-Gau“ vermeiden will, sollte beizeiten die Bordbatterien pflegen und vor allem ihren Ladezustand überwachen. Ein simples Voltmeter, wie es auf den meisten Booten eingebaut ist, hilft dabei nicht. Auch wenn der Zeiger der Spannungsanzeige im „grünen Bereich“ ist, kann die Batterie leer sein. Das Voltmeter zeigt nämlich nur die aktuelle Batteriespannung an, und die kann auch bei fast geleerter Batterie noch über der 12-V-Marke liegen.

Zuverlässige Auskunft darüber, wie es um die Stromspeicher des Bootes bestellt ist, kann nur ein so genannter Batteriemanager geben. Ähnlich wie eine Wasseruhr zählen diese Geräte die Strommenge, die dem Akku entnommen wird. In Gegenrichtung wird die Strommenge gemessen, die über Ladegerät oder Lichtmaschine wieder zugeführt wird. Was tatsächlich im Speicher steckt, wird als Zahlenwert in einem Display angezeigt. Sind noch 85 % Ladung eines 120 Amperestunden (Ah) fassenden Akkus angegeben, stecken noch 102 Ah in ihm.

Im Gegensatz zu dieser einfachen Prozentrechnung ist die Technik in einem Batteriemanager deutlich komplizierter. Das Messverfahren beruht bei allen Modellen auf dem folgenden Prinzip: Der Strom, der in oder aus dem Akku fließt, wird gemessen und das Ergebnis aufsummiert. Beispielsweise 50 Ah raus, 25 Ah rein, ergibt minus 25 Ah. Ausgehend von einer voll geladenen Batterie (nur dieser Zustand lässt sich durch Messung genau bestimmen), koppelt das Gerät den aktuellen Ladezustand mit. Je nach Modell steht dann in der Anzeige, wie viel Strom noch in der Batterie ist. Komfortablere Geräte geben die verbleibende Ladung in Ah an oder – wie eingangs erwähnt – in Prozent.

Seit dem letztem BOOTE-Batteriemanager-Test im Jahr 2004 (Heft 9/04) sind drei neue Geräte auf den Markt gekommen, ein weiteres wurde vom Hersteller komplett überarbeitet. Wie schon im vergangenen Test, standen auch bei dieser Messreihe folgende Testkriterien im Vordergrund:

  • Auflösung (welche kleinste Einheit ist messbar?)
  • Stromeigenverbrauch
  • Speichererhalt nach Stromunterbrechnung
  • Abweichung spannungsseitig
  • Abweichung stromseitig.

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