Nach Anschlägen auf kritische Infrastruktur in Regensburg ermitteln das Bayerische Landeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus der Generalstaatsanwaltschaft. Im Fokus stehen mutmaßliche Extremisten. Durch das Feuer wurden Energie- und Datenversorgungsleitungen nahezu vollständig zerstört. Kabeltrassen und Entwässerungseinrichtungen des Bauwerks wurden erheblich beschädigt. Betroffen sind zentrale technische Einrichtungen für den Betrieb der Sportbootschleuse, der Bootsrutsche sowie eines Pegels an der Staustufe Regensburg. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK hat alle drei Anlagen bis auf Weiteres gesperrt.
Die gesperrten Anlagen stellen insbesondere in den Sommermonaten einen wichtigen Bestandteil der Freizeit- und Wassersportinfrastruktur im Regensburger Donauraum dar. Zahlreiche Freizeitschifffahrende, Paddelnde und Wassersportvereine nutzen die Sportbootschleuse und die Bootsrutsche, deren Nutzung nun in beide Richtungen bis auf Weiteres nicht mehr möglich ist. Die festgestellten Schäden erfordern umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen. Nach aktuellem Stand beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 240.000 Euro.
„Wir setzen derzeit alle verfügbaren personellen und technischen Ressourcen ein, um die beschädigten Anlagen schnellstmöglich instand zu setzen und wieder für die Öffentlichkeit freizugeben. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Freizeitschifffahrt so kurz wie möglich zu halten", erklärte Sachbearbeiter Hannes Hagn in einer Mitteilung des WSA Donau MDK.
Aufgrund des Umfangs der Schäden muss derzeit von einer Reparaturdauer von voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausgegangen werden. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK bittet alle Betroffenen um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Die Behörde werde über den Fortgang der Arbeiten sowie die Wiederinbetriebnahme der Anlagen rechtzeitig informieren. Die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamts laufen derweil weiter. Die Bevölkerung wird um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 089/1212-0 gebeten.

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