Beim größten Ankermanöver Deutschlands gingen in diesem Jahr 264 Boote an den Start – und trotz angekündigter Windböen bis 6 Beaufort und äußerst wechselhafter Bedingungen blieb die Stimmung auf dem Wasser bemerkenswert heiter.
Der Reiz dieser besonderen Veranstaltung liegt ohnehin nicht nur in der spektakulären Formation, sondern vor allem in ihrer Idee: Bootsfahrer aller Art zusammenzubringen. Ob Segler, Schlauchbootfahrer, Gleiter, Verdränger, Motorsegler, Hausbootfahrer, Eigner oder Chartercrews – beim Stern ist jeder willkommen. Genau das macht den Charme dieses Events aus, das seit Jahren zu den schönsten Symbolen für Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Solidarität unter Wassersportlern zählt.
Dass die Faszination ungebrochen ist, zeigte sich einmal mehr am vergangenen Wochenende. Neben vielen langjährigen Fans, die den Stern schon bei hochsommerlichem Wetter erlebt haben, waren zahlreiche Erstteilnehmer auf dem Wannsee vor der Pfaueninsel dabei. Für maritime Geselligkeit sorgten wie gewohnt die schwimmende Bar „Hamakawula“ und ein schwimmende Bratwurstbude. Jugendlichen Schlauchbootfahrer der Berliner Motorbootjugend versorgten die Crews zudem mit Cupcakes und Kuchen.
Vollendet wurde der Ankerkreis wegen der Wetterbedingungen in diesem Jahr zwar nicht – aber davon ließen sich die Teilnehmer die gute Laune nicht verderben. Im Gegenteil herrschte ausgelassene Partystimmung auf und im Wasser. Der ein oder andere Sternfahrer hatte sich für die Veranstaltung sogar eigens kostümiert.
Siegerehrungen gehörten ebenfalls zum Programm: Die längste Anreise hatte erneut die Crew der Catootje“ aus den Niederlanden. Und die größte angemeldete Gruppe stellten die Wannseeaten 1911 e.V. aus Spandau mit 18 Booten.
Seit der Idee eines Ankerkreises im Jahr 2014 hat sich der Stern von Berlin von einer Vision zum Großereignis entwickelt. Nach 96 Booten 2017 und dem Rekord von 321 Sportbooten im Jahr 2025 zeigte sich auch in diesem Jahr: Die Faszination des Sterns von Berlin lebt!
Der nächste Termin steht bereits fest: Am 26. Juni 2027 wollen die Teilnehmer erneut zum größten Ankermanöver Deutschlands zusammenkommen.

Editor YACHT