Das Leuchtfeuer Kalkgrund in der Flensburger Förde ist weiterhin nicht im regulären Betrieb. Nachdem im Mai 2025 bekannt gegeben wurde, dass der Leuchtturm ausgefallen ist, hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee nun eine aktualisierte Benachrichtigung veröffentlicht.
Beim Ansteuern der Flensburger Außenförde ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Bereits im Mai letzten Jahres wurde der Ausfall des Leuchtturms Kalkgrund gemeldet. Die Gültigkeit der entsprechenden Benachrichtigung für Seefahrer (BfS) war zum 31.12.2025 ausgelaufen.
Auf Nachfrage teilte das WSA Ostsee nun mit, dass inzwischen zwar einzelne Komponenten des Leuchtfeuers erfolgreich repariert werden konnten. Derzeit aber noch geprüft werde, ob diese Maßnahmen dauerhaft greifen. Vorerst werde der Leuchtturm daher im Notbetrieb weitergeführt. Mittlerweile hat das WSA eine neue BfS veröffentlicht, in der darauf hingewiesen wird, dass das Leuchtfeuer Kalkgrund „bis auf weiteres unzuverlässig“ ist. Die Schifffahrt wird darin aufgefordert, den Bereich mit besonderer Vorsicht zu befahren.
Parallel zu den Tests arbeiten die zuständigen Fachbereiche weiterhin daran, die Anlage vollständig instand zu setzen und den regulären Betrieb wiederherzustellen, so das WSA. Ein konkreter Zeitpunkt dafür wurde bislang nicht genannt.
Der Leuchtturm Kalkgrund befindet sich auf einer Seeposition rund 1,6 Seemeilen nordnordwestlich der Halbinsel Geltinger Birk und warnt vor der Untiefe Kalkgrund, die sich zwischen dem Standort des Turms und dem Festland erstreckt. Er ist Teil der Befeuerung des Kiel-Flensburg-Wegs, der den Turm nördlich passiert.
Als erster vollautomatischer Leuchtturm Deutschlands ging Kalkgrund 1963 in Betrieb. Seine Höhe beträgt 24,5 m, die Feuerhöhe 22,9 m. Er dient als Leit- und Quermarkenfeuer. Die derzeit ausgefallene Leuchtoptik verfügt im Regelbetrieb über eine Nenntragweite von 22 Seemeilen. Die Kennung besteht aus einem Gleichtaktfeuer mit weißen, roten und grünen Sektoren und einer Wiederkehr von acht Sekunden.

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