Wer mit dem Boot durch die fjordartige Bucht fährt, erlebt eine der spektakulärsten Ansteuerungen Europas – gekrönt von einer Altstadt, die seit Jahrhunderten nahezu unverändert zwischen Meer und Berg eingeklemmt liegt.
In der Bucht von Kotor gibt es auf engstem Raum reichlich Liegeplätze – von der stillen Ankerbucht bis zur Luxusmarina. Die noch recht neue Marina Lazure hat Platz für 156 Schiffe bis 35 Meter Länge. Sie gehört zu einem Fünf-Sterne-Hotel, das in einem ehemaligen Lazarettgebäude aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet wurde Die Marina und die Liegeplätze direkt vor der Altstadt sind ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch der UNESCO-Welterbestadt. Die Bucht bietet hervorragenden Schutz bei nahezu allen Wetterlagen. Wasser, Strom, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe. Besonders reizvoll ist die Ankunft am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Kreuzfahrtschiffe die Stadt verlassen haben und die historische Kulisse ihre ganze Wirkung entfaltet.
Hinter den mächtigen Stadtmauern erwartet Besucher ein Labyrinth aus engen Gassen, kleinen Plätzen und venezianischen Palästen. Wahrzeichen der Stadt ist die romanische Kathedrale des Heiligen Tryphon. Zahlreiche Cafés und Konobas laden dazu ein, das maritime Flair der alten Handelsstadt auf sich wirken zu lassen. Wer Zeit hat, sollte auch einen Abstecher in das nahegelegene Perast unternehmen, einen der schönsten Orte der gesamten Bucht.
Die bekannteste Unternehmung ist der Aufstieg zur Festung Sveti Ivan hoch über der Stadt. Mehr als tausend Stufen führen zu einem Aussichtspunkt, von dem sich die gesamte Bucht überblicken lässt. Ebenso lohnend sind Ausfahrten zu den Inseln vor Perast oder Erkundungstouren durch die verwinkelten Wasserarme der Boka Kotorska. Die geschützten Bedingungen machen das Revier auch für entspannte Tagesetappen attraktiv.
Tipps für einen Törn in der Bucht von Kotor finden Sie auch in unseren Reisereportagen:
Obwohl die Bucht von Kotor oft als südlichster Fjord Europas bezeichnet wird, ist sie geologisch gar kein Fjord. Tatsächlich handelt es sich um ein überflutetes Flusstal, das durch tektonische Prozesse entstanden ist.

Editor Travel