Axopar x FliteAufpumpen und losfliegen

Jan-Ole Puls

 · 06.04.2026

Das Bord von Axopar.
Foto: Axopar
Axopar und Flite präsentieren ein aufblasbares eFoil-Board, das speziell für den Einsatz auf Booten konstruiert wurde. Das Board kombiniert die Hydrofoil-Technologie von Flite mit praktischen Anpassungen für Bootseigner. Vorbestellungen starten im Februar 2026, die Auslieferung beginnt ab Mai 2026.

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Das Flite AIR x Axopar ist ein elektrisches Hydrofoil-Board in aufblasbarer Bauweise. Ein Hydrofoil hebt sich durch einen Unterwasserflügel aus dem Wasser und gleitet nahezu widerstandsfrei über die Oberfläche. Die Kooperation zwischen dem finnischen Bootsbauer Axopar und dem australischen eFoil-Hersteller Flite zielt darauf ab, diese Technologie für Bootseigner zugänglicher zu machen. Das Board basiert auf dem bestehenden Flite AIR, wurde jedoch in Größe und Ausstattung angepasst. Mit Abmessungen von 1655 mal 665 mal 100 Millimetern lässt es sich kompakter verstauen als herkömmliche Carbon-Boards. Das Volumen beträgt 92 Liter.

Konstruktion für den Bootsbetrieb

Die aufblasbare Konstruktion besteht aus einer verstärkten Außenhaut aus texturiertem PVC-Material. Diese Bauweise soll laut Hersteller widerstandsfähiger gegen Stöße an Bootsrümpfen oder Sand sein als starre Carbon-Boards. Das Board kann auf steinigen Stränden oder Betonpiers auch kopfüber abgelegt werden. Drei integrierte Haltegriffe an Front und Seiten erleichtern das Handling beim Ein- und Aussetzen vom Boot. Ein Befestigungspunkt ermöglicht es, das Board während Pausen längsseits am Boot zu verzurren. Die weiche Struktur bietet Auftrieb und Stabilität, was Anfängern den Einstieg erleichtern soll. Das Board trägt Fahrer bis 120 Kilogramm.

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Praktische Details für längere Touren

Ein integriertes Bungee-System dient zur Befestigung von Ausrüstung während der Fahrt. Zusätzlich gibt es einen vorderen Gurt, mit dem kleine Gegenstände wie Schuhe, Telefon oder Proviant transportiert werden können. Optional sind ein wasserdichter Rucksack und ein 10-Liter-Drybag erhältlich, um Ausrüstung geschützt zu transportieren. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann das Board wie ein Stand-Up-Paddle-Board genutzt werden. Die auftriebsstarke Plattform erlaubt es, sich während längerer Ausflüge darauf auszuruhen. Eine spezielle Transport- und Aufbewahrungstasche für Boote gehört zum optionalen Zubehör.

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Antriebssysteme und Batterien

Das Board ist mit allen Flite-Tragflächen, Masten und Antriebssystemen kompatibel. Drei Propulsionsoptionen stehen zur Wahl: Der vollständig ummantelte Flite Jet 2 bietet maximalen Schutz, besonders für Anfänger und jüngere Fahrer. Ein Propeller mit Schutzgitter balanciert Leistung und Sicherheit. Der offene Propeller richtet sich an erfahrene Fahrer, die höhere Reaktionsfähigkeit wünschen. Die empfohlene Konfiguration umfasst den Jet 2, den Cruiser Jet 1500 Wing mit Cruiser 300 Stabilisator sowie die Flitecell Sport Batterie. Diese Batterie lässt sich auf Axopar 38 und Axopar 45 Modellen mit Powerbank-Option schnellladen. Die Flitecell Nano soll in 50 Minuten und die Flitecell Sport in 1 Stunde und 15 Minuten aufgeladen sein. Die Flite App zeichnet Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Distanz und Batterieverbrauch auf.

Design und Farbgebung

Das Deckpad zeigt ein lasergeschnittenes Muster, das die Meeresbodenstruktur des finnischen Schärengebiets Kasnäs darstellt. Diese Textur soll Grip und Komfort verbessern. Die Farbgebung orientiert sich an der Designsprache von Axopar und nutzt Töne, die auch beim neuen Axopar 38 zum Einsatz kommen. Das Board wiegt ohne Antriebssystem und Batterie deutlich weniger als vergleichbare Carbon-Konstruktionen, was Transport und Lagerung erleichtert.

Erweiterte Einsatzmöglichkeiten

Während eFoil-Fahrer normalerweise von Stränden oder Häfen aus starten und dadurch auf einen begrenzten Küstenbereich beschränkt sind, eröffnet die Mitnahme auf einem Boot neue Reviere. Abgelegene Buchten, schmale Passagen und entfernte Küstenabschnitte werden erreichbar. Das Boot dient als mobile Basis, von der aus verschiedene Spots angefahren werden können. Jan-Erik Viitala, Gründungspartner von Axopar, nutzt das Flite AIR Board auf seinen eigenen Reisen und hebt hervor, dass die Kombination aus Boot und eFoil Erkundungen ermögliche, die mit nur einem der beiden Fortbewegungsmittel nicht möglich wären.

Verfügbarkeit und Preise

Das Board kann auf drei Wegen erworben werden: Als Option beim Kauf eines neuen Axopar Boots, über ausgewählte Axopar-Händler, die als autorisierte Flite-Händler fungieren, oder direkt über die Flite-Website. Das Board allein kostet in Europa 695 Euro ohne Mehrwertsteuer. Die vollständige Konfiguration mit Antrieb, Tragflächen, Batterie und Controller beginnt bei 7500 Euro. Das Komplettpaket inklusive Transporttasche, Rucksack und Drybag startet bei 7900 Euro. Batterien werden aufgrund von Lithium-Transportvorschriften separat verschickt. Ein Prototyp wurde auf der Boot Düsseldorf 2026 gezeigt, Vorbestellungen sind ab Februar 2026 möglich, die Auslieferung beginnt Anfang Mai 2026.

Technische Daten:

  • Länge: 1655 mm
  • Breite: 665 mm
  • Höhe: 100 mm
  • Volumen: 92 Liter
  • Maximales Fahrergewicht mit Propeller: 100 kg
  • Maximales Fahrergewicht mit Jet: 120 kg
  • Konstruktion: Aufblasbar mit verstärkter PVC-Außenhaut
  • Antriebssysteme: Flite Jet 2, Propeller mit Schutzgitter, offener Propeller
  • Empfohlene Tragfläche: Cruiser Jet 1500 Wing mit Cruiser 300 Stabilisator
  • Empfohlene Batterie: Flitecell Sport
  • Ladezeit Flitecell Nano: 50 Minuten (mit Schnellladegerät auf Axopar 38/45)
  • Ladezeit Flitecell Sport: 1 Stunde 15 Minuten (mit Schnellladegerät auf Axopar 38/45)
  • Ausstattung: Drei Haltegriffe, Befestigungspunkt, Bungee-System, vorderer Gurt
  • Preis Board: ab 695 Euro (ohne MwSt., EU)
  • Preis Komplettkonfiguration: ab 7500 Euro (ohne MwSt., EU)
  • Preis Komplettpaket: ab 7900 Euro (ohne MwSt., EU)
  • Verfügbarkeit: Ab Mai 2026

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Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

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