Wer ein Beiboot auf dem Törn dabei hat, steht oft vor logistischen Herausforderungen. Das schwere Schlauchboot an Bord zu hieven, erfordert nicht nur Kraft, sondern nimmt bei der anschließenden Verwahrung auch ordentlich Platz weg. Zudem kann das Auf- und Abpumpen viel Zeit und Nerven kosten. Der mechanische Lösungsansatz aus Schweden soll diese Probleme lösen.
Zwei Ringe am Heck bilden das Herzstück der drehbaren Konstruktion, gefertigt aus spiegelpoliertem AISI-316-Edelstahl. Um das Schlauchboot einzuholen, muss man rückwärts an das Heck heranfahren, damit die Tragschläuche in den Ringen Platz finden. Wenn die Verbindung steht, kann man am Bug des Schlauchboots ziehen und das Dinghy richtet sich in die Vertikale auf, während die Halterung mitrotiert. In der hochgeklappter Position soll das Beiboot im Hafenbecken möglichst wenig Platz einnehmen. Der Außenbordmotor kann dabei am Heck des Beiboots verbleiben. Alle sichtbaren Komponenten wie Mittelbogen und Ringe lassen sich jederzeit abnehmen.
Für die Installation stehen drei unterschiedliche Ausführungen zur Auswahl. Die universelle Version Dinghy Rings “FLEX” wird mit zweiteiligen Gurten montiert und ist höhenverstellbar. Dieses Modell kostet 225 Euro. “FLEX” ist für Boote ohne externe Badeplattform konzipiert, wiegt vier Kilogramm und ist auf Beiboote bis 50 Kilogramm Gewicht sowie 2,80 Meter Länge ausgelegt. Schaumstoff-Abstandshalter schützen den Spiegel vor Beschädigungen.
Für die Montage unter breiten, externen Badeplattformen von 110 bis 400 Zentimetern Breite ist die Variante Dinghy Rings “BOLD” vorgesehen. Sie kostet 540 Euro. Das Eigengewicht liegt bei neun Kilogramm, die maximale Traglast bei 60 Kilogramm für Schlauchboote bis 3,50 Meter Länge.
Die Ausführung Dinghy Rings “SLIM” ist dagegen für schmale Badeplattformen bis zu 90 Zentimeter Breite ausgelegt und kostet 224,67 Euro. Bei einem Eigengewicht von vier Kilogramm werden ebenfalls Schlauchboote bis 60 Kilogramm Gewicht und 3,50 Meter Länge vom System abgedeckt. Für Beiboote mit flachen oder leicht gewölbten Pontonenden ist zudem das optionale Zubehör Ponton “LINK” verfügbar, das mit doppelseitigem 3M-Klebeband montiert wird und das Beiboot kompatibel machen soll.
Bei der Installation aller drei Varianten müssen Eigner den Bereich um das Heck genau prüfen. Durch das aufgerichtete Schlauchboot kann laut Hersteller die bordeigene Rettungsleiter blockiert werden. In diesem Fall ist sicherzustellen, dass alternative Aufstiegsmöglichkeiten für den Seenotfall vorhanden sind.

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