Cuba Libre! Freies Kuba! Wenn alte Unterdrücker das Weite suchen und die Freiheit Einzug hält, ist das ein Grund zum Feiern – und zum Anstoßen. So werden Drinks geboren. Wer allerdings denkt, der heute so beliebte Longdrink wäre eine Hommage an Fidel Castro und Konsorten, die 1959 nach mehrjährigem Guerillakampf den Diktator Batista aus dem Land jagten, der irrt.
Gleiches gilt für die Legende, “echter” Cuba Libre würde nur mit einem Rum von Havana Club gemixt - da es sich dabei um eines der wenigen Aushängeschilder der kubanischen Staatswirtschaft handele. Dass die Idee vom sozialistischen Drink ohnehin nicht ganz stimmen kann, sollte eigentlich klar sein, wenn man die andere Hauptzutat bedenkt: Coca Cola - Imperialismus in der Flasche.
Tatsächlich war es sogar die Cola, die den Cuba Libre möglich machte: 1898 hatte der kurze Spanisch-Amerikanische Krieg mit der vollständigen Niederlage der europäischen Kolonialmacht geendet. Auch Kuba wurde unabhängig. Die USA bekamen dafür politischen und wirtschaftlichen Einfluss - und einen neuen Absatzmarkt. Auch für Coca Cola. Da war es nur noch ein kurzer Schritt, bis das neue trendige Sodagetränk mit dem Geist der Karibik gemischt wurde: Rum.
Hier gibt es noch mehr Drinks an Bord.
Für Cuba Libre gibt es zahllose, leicht abgewandelte Rezepte, mit weißem oder braunem Rum, mit oder ohne Limette, mit Limettensaft oder Angostura, mit braunem Zucker oder Minze. Der Klassiker geht so: Ein Highball-Glas etwa zu zwei Dritteln mit Eis füllen, den Rum zugeben und mit Cola auffüllen. Umrühren, mit Limette verzieren und auf die Freiheit anstoßen!

Ressortleiter Reise
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