Polar Breeze von Henri LloydFlauschiges Futter für kalte Tage

Michael Rinck

 · 22.09.2026

Die Polar Breeze von Henri Lloyd ist wasserdicht aber kein klassisches Ölzeug.
Foto: Henri Lloyd.
Warm bleiben mit der Polar Breeze von Henri Loyd.
Mit der Polar Breeze Hooded Jacket bringt Henri Lloyd eine gefütterte Funktionsjacke für Motorbootfahrer auf den Markt, die bei kühlem Wind, Schauern und Spritzwasser Schutz bieten soll. Mit 10.000 Millimetern Wassersäule, Dri-Pro-Membran und wärmendem Futter richtet sie sich vor allem an Crews, die im Hafen, am Steuerstand oder auf dem offenen Deck längere Zeit bei mäßiger Aktivität unterwegs sind.

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Die Polar Breeze ist keine schwere Offshore-Jacke für Dauerregen und harte Seegangsfahrten. Sie schließt vielmehr die Lücke zwischen leichter Regenjacke und vollwertigem Ölzeug. Das kann für Motorbootfahrer interessant sein, die bei wechselhaftem Wetter unterwegs sind, aber nicht regelmäßig stundenlang ungeschützt in Gischt und Starkwind fahren.

Wer häufig auf offenen Booten fährt oder auch bei rauem Wetter längere Strecken zurücklegt, braucht dagegen mehr Reserven bei Wasserdichtigkeit, Kragen, Bündchen und Kapuze. Worauf es dabei ankommt, zeigt auch der BOOTE-Praxistest mit elf aktuellen Schlechtwettersets.

Schutz gegen Regen, Wind und Spritzwasser

Henri Lloyd gibt für die Polar Breeze eine Wassersäule von 10.000 Millimetern und eine Atmungsaktivität von 6.000 Gramm pro Quadratmeter in 24 Stunden an. Damit ist die Jacke für Regen, Wind und Spritzwasser auf kurzen bis mittleren Einsätzen gedacht, etwa bei einer Ausfahrt im Herbst, beim An- und Ablegen oder bei Arbeiten am Boot im Hafen.

Vollständig verklebte Nähte sollen das Eindringen von Wasser an den kritischen Stellen verhindern. Dazu kommen wasserdichte AquaGuard-Reißverschlüsse von YKK und eine verstellbare Kapuze. Beim Windschutz bewertet Henri Lloyd die Jacke mit fünf von sechs Stufen, bei Wasserdichtigkeit, Wärmeisolierung, Atmungsaktivität und Haltbarkeit jeweils mit vier von sechs Stufen.

Gefütterte Alternative zur leichten Shell

Der entscheidende Unterschied zu einer reinen Außenschicht liegt im Innenfutter. Die Polar Breeze ist mit einem „Sherling Cosy“-Futter ausgestattet, die Ärmel sind zusätzlich mit recyceltem Material isoliert. Das soll vor allem dann helfen, wenn man an Bord nicht dauerhaft in Bewegung bleibt, etwa beim Warten an der Schleuse, am Steuerstand oder bei Vorbereitungen im Hafen.

Für sportlich-intensive Einsätze, bei denen viel Körperwärme und Feuchtigkeit entstehen, ist eine leichte Shell meist die bessere Lösung. Die Polar Breeze zielt dagegen auf Situationen, in denen Wärme und Wetterschutz wichtiger sind als maximale Belüftung.

Schnitt und Ausstattung für den Bootsalltag

Der ergonomische Schnitt soll ausreichend Bewegungsfreiheit beim Manövrieren, beim Arbeiten mit Leinen oder beim Gang über das Deck bieten. Die technische Kapuze ist für wechselnde Bedingungen auf dem Wasser ausgelegt und lässt sich anpassen.

Die Herrenjacke ist laut Hersteller in Navy Blue, Black, Fjord Blue und Titanium erhältlich. Die Größen reichen von S bis 3XL. Der britische Herstellerpreis beträgt 195 Pfund. Alle technischen Angaben und Farbvarianten stehen auf der Produktseite der Henri Lloyd Polar Breeze Hooded Jacket.

Welche Jacke tragen Sie an kühlen Tagen auf dem Motorboot: lieber eine gefütterte Lösung für mehr Wärme oder eine leichte Shell mit zusätzlicher Isolationsschicht darunter?

Buchtipp

Wetter auf See ordnet genau die Wetterlagen ein, in denen eine gefütterte Wetterschutzjacke an Bord ihren Nutzen zeigt. Ralf Brauner, Boris Herrmann und Hans-Jörg Nafzger erklären Hoch- und Tiefdruckgebiete, lokale Wetterereignisse, Seegang und meteorologische Törnplanung. Der Band hilft Fahrtenseglern und Regattaseglern, Wetterberichte genauer zu bewerten und die Bekleidung für den jeweiligen Einsatz bewusster zu wählen.

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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