Mooring TrioDrei Helfer beim Anlegen

Michael Rinck

 · 31.03.2026

Mooringleinengreifer, Leineneinfädler und klassischer Bootshaken können auf die Teleskopstange montiert werden.
Der teleskopierbare Bootshaken aus England wird als Set mit drei Aufsätzen geliefert: einem Leineneinfädler, einem Mooringleinengreifer und einem klassischen Haken. So lässt sich das Mooring Trio je nach Situation schnell umrüsten und erleichtert das Anlegen spürbar.

​Bootshaken zählen zur Grundausstattung jeder Yacht. Sie kommen vor allem beim Anlegen zum Einsatz, wenn die Arme nicht weit genug reichen – etwa um eine Leine auf eine tief montierte Klampe zu legen oder eine zu weit entfernte Sorgleine zu greifen.

Der Mooring Trio von Buoycatcher aus England geht noch einen Schritt weiter und ergänzt das klassische Prinzip um praktische Zusatzfunktionen. Das System besteht aus einer Teleskopstange und drei austauschbaren Aufsätzen, die unterschiedliche Aufgaben beim Festmachen und Manövrieren übernehmen. So müssen nicht mehrere einzelne Werkzeuge an Bord mitgeführt werden, denn Buoycatcher vereint die wichtigsten Funktionen in einem kompakten System.

​Drei Aufsätze für verschiedene Aufgaben

​Das Mooring Trio-Set enthält drei verschiedene Aufsätze, die auf die Teleskopstange gesteckt werden. Der erste ist ein Leineneinfädler. Dieses Werkzeug erleichtert das Durchziehen einer Leine durch den Ring einer Mooringboje. Statt sich weit über die Reling zu lehnen und mit den Fingern die Leine durch den Ring zu fummeln, kann dies vom Cockpit oder dem Bug aus mit dem verlängerten Einfädler erledigt werden. Der Aufsatz greift die Leine, führt sie durch den Ring und ermöglicht das Zurückziehen zum Boot.

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Der zweite Aufsatz ist ein Mooringleinengreifer. Er dient zum Aufnehmen der Mooringleine. Häufig sind die dicken Taue bewachsen, so rutschen sie schnell aus der Hand oder bergen durch scharkantige Pocken und Muscheln sogar ein Verletzungsrisiko. Mit dem Greifer wird die Mooringleine sicher angehoben und zum Bug geführt.

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Der dritte Aufsatz ist ein klassischer Bootshaken mit gebogenem Ende. Damit lassen sich Sorgleinen oder auf dem Steg liegende Festmacherleinen greifen. Besonders ist jedoch ein Gummiaufsatz für den Haken. Dieser soll auch das Abhalten an anderen Booten ermöglichen, ohne dabei Kratzer zu hinterlassen. Der Aufsatz entschärft wortwörtlich die Spitze und bietet eine größere, nicht rutschende Auflagefläche.

Die Aufsätze werden auf die Teleskopstange geschraubt und können schnell gewechselt werden. Das soll ohne Werkzeug möglich sein. Alle Metallteile sind aus Edelstahl. Der Bootshakenaufsatz und die Teleskopstange sind aus Kuststoff gefertigt.

Teleskopstange für Reichweite

Die Teleskopstange lässt sich auf etwa zwei Meter Länge ausziehen. Das bietet ausreichend Reichweite, um vom Cockpit oder von der Bugspitze aus Bojen oder Leinen zu erreichen, ohne sich gefährlich weit über die Reling lehnen zu müssen. Die Stange ist leicht genug, um sie längere Zeit zu halten, aber stabil genug, um Zug auszuhalten wenn eine Leine herangezogen wird.

Das Material ist auf Salzwasserumgebung ausgelegt und korrosionsbeständig. Die Teleskopfunktion sollte regelmäßig mit Süßwasser gespült werden, um Salzablagerungen zu vermeiden die das Ausziehen erschweren könnten. Die Verarbeitung entspricht britischen Qualitätsstandards – der Buoycatcher wird in England hergestellt.

Es gibt zwei Teleskopstangen zur Auswahl: Die länge Version misst zusammengeschoben 118 Zentimeter und verlängert sich bei Bedarf auf beeindruckende 3,30 Meter. Die kleinere Variante misst kompakte 52 Zentimeter und lässt bis auf 1,80 Meter ausziehen.

Einsatz beim Festmachen

Der Buoycatcher ist besonders beim Festmachen an Mooringbojen oder in Häfen mit Mooringleinen hilfreich. Das Manöver mit Mooringleine läuft typischerweise so ab: Das Boot nähert sich mit deck Heck voran der Pier. Sobald die Achterleinen belegt sind, kann vorwärts eingekuppelt und Schub voraus gegeben werden. So in die Achterleinen eingedampft liegt das Boot vorerst stabil auch bei Seitenwind. Dann wird die an der Pier befestigte Mooringleine mit der Teleskopstange und dem Haken gegriffen und angehoben. Mit dem Metallhaken an der Leine geht es über das Laufdeck nach vorne, wo die Leine auf den Bug gezogen und auf der Klampe belegt wird. Für die letzten Handgriffe empfehlen sich Handschuhe. Besonders in Mittelmeerhäfen ist das Anlegen mit im Wassser liegender Mooringleine weit verbreitet.

Preis und Verfügbarkeit

Das Mooring Trio-Set kostet 216 Euro. Darin enthalten sind die Teleskopstange und alle drei Aufsätze. Der Preis für die kompakte, sowie lange Teleskopstange ist gleich.

Der Buoycatcher wird in England hergestellt und über die Website des Herstellers weltweit vertrieben. Die Website bietet detaillierte Informationen zu den einzelnen Aufsätzen und Anwendungsbeispielen.

Technische Daten:

Konstruktion:

  • Teleskopstange ausziehbar
  • Länge ausgezogen: 1,8 oder 3,30 m
  • Länge eingeschoben: 0,52 oder 1,18 m
  • Material: Korrosionsbeständi
  • Herstellung: England

Aufsätze im Mooring Trio-Set:

  • Leineneinfädler
  • Mooringleinengreifer
  • Klassischer Bootshaken

Eigenschaften:

  • Multifunktional (3 in 1
  • Kompakte Verstauung
  • Salzwasserfest

Verfügbarkeit:

  • Preis: 216 Euro
  • Set: Mooring Trio (Stange + 3 Aufsätze)
  • Einzelaufsätze nachbestellbar
  • Weltweiter Versand
  • Website: https://www.buoycatcher.com

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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