Omnia Pizza OvenSo wird der Gaskocher zum Pizzaofen

Michael Rinck

 · 06.09.2026

Omnia Pizza Oven: So wird der Gaskocher zum PizzaofenFoto: Omnia
Statt Backform mit Loch in der Mitte bietet der Omnia Pizza Oven eine ebene Fläche. Perfekt für Pizza.
Der neue Omnia Stovetop Pizza Oven soll Pizza auch dort möglich machen, wo ein Backofen in der Pantry fehlt: direkt auf dem Gaskocher. Das 1,85 Kilogramm schwere Gerät mit 25 Zentimetern Durchmesser arbeitet mit Ober- und Unterhitze und richtet sich damit vor allem an Crews kleinerer Boote.

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Der Omnia Pizzaofen wird direkt auf die Kochstelle gestellt und nutzt deren Hitze. Sie strömt nach Herstellerangaben an den Seiten nach oben in den Deckel. So sollen Ober- und Unterhitze entstehen. Im Unterschied zum bekannten Omnia-Backofen ist das neue Modell auf kleine, runde Pizzen zugeschnitten.

Für kleine Boote ist das Konzept naheliegend: Ein fest eingebauter Backofen kostet Platz und Gewicht. Ein Gaskocher ist dagegen meist ohnehin vorhanden. Der Pizzaofen benötigt mit 25 mal 25 Zentimetern kaum mehr Stellfläche als ein Topf, wiegt aber mit 1.850 Gramm deutlich mehr als der klassische Omnia. Wer ihn im Schapp verstauen will, sollte das beim Packmaß berücksichtigen.

Mehrere kleine Pizzen statt einer großen

Das Edelstahlblech hat einen Durchmesser von 25 Zentimetern. Die daraus gebackenen Pizzen sind laut Hersteller etwa 15 Zentimeter groß. Rund 400 Gramm Teig lassen sich in vier Portionen teilen. Omnia nennt sieben bis acht Minuten Backzeit pro Pizza, nachdem der Ofen etwa fünf Minuten vorgeheizt wurde.

Das macht den kleinen Ofen eher zum Gerät für einen Pizzaabend im Hafen als zum schnellen Essen für eine große Crew: Gebacken wird nacheinander. Dafür kann jedes Crewmitglied den Belag selbst wählen, und die Pizza kommt heiß auf den Teller. Für eine Mahlzeit auf See ist der Aufbau weniger geeignet. Heißes Blech und Deckel gehören bei Lage oder Seegang nicht in die Pantry.

Die Flamme verlangt Aufmerksamkeit

Der Omnia Stovetop Pizza Oven funktioniert nach Herstellerangaben auf Gas-, Elektro- und Cerankochfeldern, auf Grill und offenem Feuer, nicht jedoch auf Induktion. Für den Bordbetrieb ist vor allem der Gasherd relevant. Die Hitze soll auf mittlerer Stufe stehen; beim Backen empfiehlt Omnia, den Boden und die Ränder im Blick zu behalten. Dünner Teig und ein nicht zu feuchter, sparsam aufgebrachter Belag sollen den Boden knuspriger machen.

Der Hinweis ist wichtig: Ein Pizzaofen auf dem Gaskocher ersetzt keine Temperaturregelung. Gerade auf kleinen Flammenherden können Brennerleistung, Topfträger und Windschutz das Ergebnis beeinflussen. Deshalb empfiehlt sich zunächst ein Probelauf im Hafen. Das Prinzip, mit dem ein Omnia den Kocher zum Backofen ergänzt, hat sich in der kompakten Bordküche bereits bewährt. Der neue Pizzaofen erweitert es um ein flaches Blech und einen niedrigeren Deckel.

Nicht nur für Pizza

Neben Pizza nennt Omnia Mini-Flammkuchen, Pizzarollen, Calzone sowie süßes Gebäck als mögliche Anwendungen. Das passt zum flachen Format. Für Brot, hohe Aufläufe oder Kuchen bleibt der klassische Omnia mit seiner deutlich höheren Form die vielseitigere Lösung.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99 Euro ist der neue Omnia kein günstiges Zubehörteil. Sein Nutzen liegt auch nicht darin, eine neapolitanische Pizza bei extremen Temperaturen zu imitieren. Interessant ist er für kleine Boote ohne Backofen, die im Hafen oder vor Anker unkompliziert kleine, frisch gebackene Pizzen zubereiten wollen.

Buchtipp

5 Zutaten zeigt, wie sich an Bord mit wenigen Zutaten, Herdplatten und Töpfen seetauglich kochen lässt. Köchin und Food-Journalistin Ira König stellt Gerichte vor, die wenig Abwasch verursachen, und ergänzt sie um Vorratsliste, Lagertipps sowie Zutaten-Alternativen. Das passt zur Idee hinter dem Omnia Pizzaofen: Eine kleine Pantry soll nicht mehr Geräte aufnehmen, sondern mit dem vorhandenen Kocher mehr können.

Wie wichtig wäre Ihnen ein Pizzaofen auf dem Gaskocher: Bereicherung für den Hafenabend oder zu spezielles Gerät für die kleine Pantry?

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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