StiefelRouchette Ulysse Shore für nasse Tage an Bord

Michael Rinck

 · 13.10.2026

Die Sohlen aus Naturkautschuk sollen besonders viel Halt auf nassen Decks und Stegen bieten.
Der Ulysse Shore von Rouchette ist ein Seestiefel mit integrierter Gamasche für nasse Tage an Bord. Sein hoher Schaft soll Spritzwasser abhalten, Gummiauflagen unter der Sohle Halt geben. Frisch führt das Modell im Sortiment.

Für Motorbootfahrer ist das besonders bei offener Fahrt, am nassen Steg und beim Arbeiten auf dem Vordeck interessant. Der Ulysse Shore ist allerdings als Segelstiefel entwickelt worden. Ob seine Passform auch beim häufigen Wechsel zwischen Steuerstand, Cockpit und Landgang gefällt, lässt sich ohne Anprobe nicht sagen.

Gamasche gegen Spritzwasser

Das auffälligste Merkmal ist die über den Schaft reichende Gamasche. Nach der Produktbeschreibung von Frisch soll sie Spritzwasser zusätzlich abhalten. Das Obermaterial besteht demnach zu 85 Prozent aus recyceltem Polyester; innen liegt ein Schutzfilm. Diese Materialangabe betrifft das Obermaterial und lässt keine Aussage über den Recyclinganteil des gesamten Stiefels zu.

Für den Einsatz am Motorboot ist wichtig, wie der obere Abschluss mit der Regenhose zusammenpasst. Wasser, das von oben in den Schaft gelangt, kann auch ein wasserdichtes Stiefelmaterial nicht aufhalten.

Sohle und Tragedauer

Unter der Sohle sitzen Gummiauflagen, die laut Anbieter für Halt auf nassem Untergrund ausgelegt sind. Dazu kommen eine Zwischensohle aus EVA mit Algenanteil und Verstärkungen an der Zehenpartie. Frisch rät, den Stiefel mit klarem Wasser zu reinigen und ihn luftig, ohne direkte Sonne oder Heizungswärme, zu trocknen.

Für die Kaufentscheidung sind neben dem Material vor allem die individuelle Passform und der Sitz des Schaftabschlusses mit der eigenen Wetterschutzhose zu prüfen. Aus den Produktangaben allein lässt sich kein Urteil über den Gegenwert im Bordeinsatz ableiten.

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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