Garmin OnBoardMOB-System mit Motorabschaltung und Plotterintegration

Hauke Schmidt

 · 20.10.2025

Mit den Transpondern des MOB-Systems lassen sich auch Gegenstände markieren
Foto: Garmin Deutschland
Garmins kabelloses Onboard-System für Mann-über-Bord ist mit dem Kartenplotter verbunden. Es speichert die Position der über Bord gegangenen Person und kann den Motor stoppen. Das System überwacht bis zu acht Personen oder Objekte.

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Garmin führt mit OnBoard ein neues MOB-System ein. Es soll herkömmliche Notstopp-Leinen auf Motorbooten ersetzen, kann aber auch als Mann-über-Bord-System auf Segelyachten dienen. Die kompakten Sender erkennen, wenn jemand über Bord geht, und melden den Vorfall an den Kartenplotter, der die Position speichert. Geht ein Crewmitglied oder der Fahrer über Bord, wird bei Motorbooten je nach Situation der Motor gestoppt. Das System erfordert einen kompatiblen Garmin-Kartenplotter. Es können bis zu acht MOB-Sender gleichzeitig verfolgt werden.

Flexible Trageoptionen

Onboard besteht aus der GOS 10 genannten Zentraleinheit und bis zu acht MOB-Sendern. Die Sender können auf verschiedene Weise getragen werden: mit einem Armband am Handgelenk, einem schwimmfähigen Schlüsselanhänger oder einem Karabiner. Das System unterscheidet dabei zwischen Skipper und anderen Personen an Bord. Geht ein Passagier über Bord, wird ein Alarm auf dem Kartenplotter ausgelöst, und ein lauter akustischer Alarm ertönt. Fällt hingegen der Skipper ins Wasser, wird zusätzlich zum Alarm eine Motorabschaltung erzwungen, damit das Boot nicht führerlos weiterfährt. Die Batterie eines MOB-Senders hält bei normalem Gebrauch bis zu einer Saison.

Automatischer MOB-Alarm auf dem Kartenplotter

Das Onboard-System lässt sich mit kompatiblen Garmin-Echomap- und GPSmap-Kartenplottern koppeln und verwalten. Für temporäre Aktivitäten im Wasser bietet das System eine praktische Funktion: eine vorübergehende Deaktivierung von Sendern erlaubt Schwimmen und Exkursionen, ohne den Alarm auszulösen. Das Basissystem besteht aus der Zentraleinheit und einem MOB-Sender und soll rund 650 Euro kosten. Weitere Sender sind für rund 170 Euro pro Stück zu haben.

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Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

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