Kettenreaktion führte zum Untergang

Christian Tiedt

 · 13.10.2014

Kettenreaktion führte zum UntergangFoto: WSA Lübeck
Das treibende Wrack der „Kroelle" wird zur Bergung vorbereitet.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) befasst sich selten mit Fällen, die nur Sportboote betreffen, wie dem Untergang der "Kroelle".

Der 10,50 m lange Verdränger „Kroelle“, ein Eigenbau, war im August 2013 nach einem Brand im Motorenraum vor Fehmarn gesunken, die Besatzung konnte zuvor abegeborgen werden. Die Untersuchung des geborgenen Wracks durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung ergab, dass der Seewasserfilter stark mit Seegras verstopft war. So wurde nicht mehr genug Kühlwasser in die Abgasleitung eingespritzt und sie wurde so heiß, dass der Wassersammler schmolz. Das Kühlwasser lief nun direkt ins Boot und ließ schließlich den Auspuff unterschneiden. Nun drang noch mehr Seewasser ein, da weder Schwanenhals noch Rückschlagklappe vorhanden waren. Einen akustischen Bilgenalarm gab es ebenfalls nicht. Als der Wassereinbruch bemerkt wurde, war es für die Pumpen schon zu spät. Der ganze Bericht kann hier herunter geladen werden: www.bsu-bund.de

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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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