Die Montage von Batterien auf Booten ist häufig anspruchsvoll, denn bei Schiffsbewegungen müssen sie zuverlässig fixiert bleiben. Ampstar begegnet dieser Herausforderung mit einem modularen System: Die Batterien haben integrierte Befestigungspunkte und sind stapelbar. Dadurch lassen sich mehrere kleinere Einheiten zu einem größeren Gesamtsystem zusammenstellen, das sich flexibel an den verfügbaren Platz anpassen und dort optimal positionieren lässt..
Die Ampstar-Batterien sind mit einem mechanischen Stapelsystem ausgestattet. An der Ober- und Unterseite befinden sich Führungen, über die mehrere Batterien übereinandergestapelt und fixiert werden können. Die Batterien passen formschlüssig und sollen auch bei Seegang nicht verrutschen. Die Stapelhöhe ist nur durch die vorhandene Höhe im Batterieschacht begrenzt.
Der Vorteil liegt in der Flexibilität: Statt einer großen 300-Amperestunden-Batterie können drei 100-Amperestunden-Einheiten gestapelt werden. Dies bietet höhere Flexibilität bei der Installation in beengten Räumen . Auch bei späteren Erweiterungen ist das System praktisch: Eine weitere Batterie wird einfach auf den bestehenden Stapel gesetzt und elektrisch parallel geschaltet.
Die Stapelverbindung ist rein mechanisch und dient nur der Fixierung. Die elektrische Verbindung erfolgt separat über Kabel. Dies ermöglicht auch die parallele Verschaltung nicht gestapelter Batterien – etwa wenn Starter- und Versorgungsbatterie an verschiedenen Stellen im Boot montiert sind. Das Klicksystem funktioniert mit allen Ampstar-Modellen.
Neben der Stapelbarkeit bietet Ampstar ein flexibles Montagesystem. Die Batterien haben an den Seiten Befestigungsösen, über die sie mit Gurten oder Zurrbändern fixiert werden können. Dies ist die einfachste Methode und reicht für viele Einbausituationen aus. Ampstar bietet passende Montagewinkel als Zubehör an. Diese ermöglichen die Befestigung an senkrechten Flächen, etwa an einem Schott.
Jede Batterie verfügt über ein integriertes Bluetooth-Modul zur Überwachung per Smartphone-App. Die App zeigt Ladezustand, Spannung, Strom, Temperatur und Anzahl der Ladezyklen an. Bei gestapelten Batterien können alle Einheiten gleichzeitig überwacht werden – die App unterscheidet sie anhand ihrer Seriennummer. Dies erspart die Installation teurer Batteriemonitore.
Das Batteriemanagement-System schützt vor Überladung, Tiefentladung, Überstrom und Überhitzung. Es balanciert auch die einzelnen Zellen innerhalb jeder Batterie. Bei parallel geschalteten Batterien arbeitet jedes BMS unabhängig – die Systeme kommunizieren nicht miteinander. Dies ist bei LiFePO4-Technik üblich und funktioniert zuverlässig, solange alle Batterien den gleichen Typ und möglichst das gleiche Alter haben.
Die maximalen Entladeströme variieren je nach Kapazität. Das 100-Amperestunden-Modell verträgt kontinuierlich 100 Ampere, kurzzeitig mehr. Für größere Verbraucher wie Bugstrahlruder oder schwere Ankerwinden sollten mehrere Batterien parallel geschaltet werden – dann addieren sich die Ströme. Zwei 100-Amperestunden-Batterien können zusammen 200 Ampere liefern.
Der Hersteller setzt auf eine hochwertige Zellkompression. Lithium-Eisenphosphat-Zellen haben die Eigenschaft, dass sie sich beim Laden und Entladen ausdehnen beziehungsweise zusammenziehen. Das kann die Zellen mechanisch schneller altern lassen. Verhindert wird das durch Kompression der Zellen im Batteriegehäuse. Ampstar benutzt eine Kombination aus Stahlbändern und Aluminium-Druckgussplatten, um die prismatischen Zellen zu fixieren. So soll die Lebensdauer des Akkus gesteigert werden.
Die Ampstar-Serie umfasst bisher zwei Modelle mit 100 und 300 Amperestunden. Die 12-Volt-Akkus bieten also 1.280 und 3.840 Wattstunden Kapazität. Laut Hersteller sollen die Akkus besonders hohe Entladeströme bieten: Die Version mit 100 Amperestunden kann mit 150 Ampere entladen werden, die größere mit bis zu 200 Ampere Dauerlast.
Das deutsche Unternehmen vom Niederrhein setzt auf Langlebigkeit und Sicherheit. So sind die Gehäuse verschraubt und können für Reparaturen geöffnet werden. Die Ampstar mit 100 Amperestunden kostet 439 und die Variante mit 300 Amperestunden 799 Euro.
Kapazitäten:
Befestigung und Montage:
Eigenschaften:
BMS-Funktionen:
Überwachung:

Redakteur Test & Technik