ElektronikVanemar Gateway – Fernüberwachung mit Funksensoren

Hauke Schmidt

 · 28.02.2026

Das System besteht aus dem zentralen Gateway und per Funk angebundenen Sensoren.
Foto: Vanemar
Vanemar hat ein modulares Fernüberwachungssystem für Boote vorgestellt, das GPS-Tracking mit kabellosen Sensoren verbindet. Das Gateway überwacht Position, Batteriestatus und Geofence-Zonen und kann mit selbstklebenden Funksensoren für Bilge, Einbruch, Rauch und Temperatur ergänzt werden.

Mit Vanemar betritt ein weiterer Anbieter den wachsenden Markt für Bootsüberwachungssysteme. In Deutschland wird das System über Ferropilot vertrieben. Im Gegensatz zu fest verdrahteten Lösungen setzt Vanemar auf selbstklebende Funksensoren, die sich ohne Bohren oder Verkabeln in wenigen Minuten montieren lassen sollen. Das Unternehmen wirbt mit einer Plug-and-Play-Lösung, die es ermöglicht, das Boot per Smartphone aus der Ferne zu überwachen.

Jeder Zeit erweiterbar

Das Vanemar Gateway dient als Basisstation für die Fernüberwachung und erfasst standardmäßig die GPS-Position, den Batteriestatus sowie Geofence-Bereiche. Es ist mit einem integrierten GPS-Modul, einer globalen SIM-Karte für eine 4G/LTE-Verbindung zu über 500 Mobilfunkanbietern in 200 Ländern und einem Backup-Akku ausgestattet, der bei einem Stromausfall bis zu acht Stunden weiterläuft. Ein Anti-Tamper-System auf der Rückseite misst fortlaufend den Abstand zur Montagefläche und löst bei Manipulation einen Alarm aus. Über den auch bei Smart-Home-Produkten verbreiteten ZigBee-Standard kann das Gateway bis zu 20 kabellose Sensoren verbinden.

Das Basic Set erweitert das Fernüberwachungs-Gateway um vier Funksensoren: einen Wassersensor für die Bilge, einen Tür- oder Lukensensor, einen PIR-Bewegungsmelder sowie einen Temperatur- und Feuchtesensor. Das Extended Set baut auf dem Basic Set auf und ergänzt es um einen Rauchmelder mit integrierter Sirene sowie einen Smart Plug zur Fernsteuerung und Überwachung der Landstromversorgung. Alle Sensoren kommunizieren kabellos per Funk und werden dank selbstklebender Befestigung einfach montiert. Die Sensoren werden über eine interne Batterie betrieben, die laut Hersteller rund zwei Jahre halten soll. Zusätzlich können jederzeit weitere Sensoren nachgerüstet werden. NMEA-2000-Integration und Motorparameter

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Mit einem optionalen NMEA-2000-Adapter kann das Vanemar-Fernüberwachungssystem nahtlos in die vorhandene Bordelektronik eingebunden werden. Das Gateway liest anschließend Daten aus dem NMEA-2000-Netzwerk aus und stellt sie in der App dar – darunter Motorwerte (Drehzahl, Betriebsstunden, Temperatur), Tankstände (Diesel, Frischwasser, Grauwasser, Schwarzwasser), Batterieinformationen (Spannung, Ladezustand, Amperestunden, geschätzte Restlaufzeit) sowie Umgebungsdaten. Die Anzahl der über NMEA 2000 verbundenen Geräte ist dabei nicht begrenzt.

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Ruft bei Alarmen automatische an

Die Vanemar-App bildet das Herzstück der Fernüberwachung und ermöglicht das Scharfschalten und Deaktivieren des Systems per Fingertipp. Bei Alarm sendet das System Push-Benachrichtigungen auf das Smartphone. Als Besonderheit verspricht Vanemar automatische Telefonanrufe bei kritischen Alarmen: Wird eine Push-Nachricht 60 Sekunden lang nicht zur Kenntnis genommen, initiiert das System automatisch einen Anruf, um sicherzustellen, dass der Bootsbesitzer informiert wird. Die App zeigt die Fahrthistorie, Geschwindigkeiten und alle Sensorwerte in Echtzeit an und erlaubt die Verwaltung mehrerer Boote. Zugriffe lassen sich unbegrenzt mit Familie, Freunden oder Personal teilen.

Ein Abo ist erforderlich

Die Fernüberwachung, Push-Benachrichtigungen und automatischen Anrufe funktionieren nur mit einem aktiven Vanemar Connect-Abonnement. Dieses kostet 15,99 Euro pro Monat bei monatlicher Kündbarkeit oder 159 Euro pro Jahr im Jahresvertrag. Das Fernüberwachungs-Abo lässt sich pausieren, wenn das Boot beispielsweise im Winter nicht überwacht werden muss. Die integrierte globale SIM-Karte mit 4G/LTE-Verbindung ist im Abo enthalten. Ohne Abonnement funktioniert nur die lokale Überwachung über WLAN, sofern das Boot in Reichweite eines Netzwerks liegt – was die Funktionalität im Hafen stark einschränkt.

Das Vanemar Gateway allein kostet 650 Euro. Das Basic Set (Gateway plus vier Sensoren) ist für 850 Euro erhältlich, das Extended Set (Gateway plus sechs Sensoren und Smart Plug) für 1.030 Euro. Einzelne Sensoren lassen sich nachrüsten. Hinzu kommt das obligatorische Vanemar Connect-Abo für 15,99 Euro monatlich oder 159 Euro jährlich. Verfügbar in Deutschland über Ferropilot.


TECHNISCHE DATEN:

Vanemar Fernüberwachungs-Gateway:

  • GPS-Ortung und Geofencing
  • Batterieüberwachung (Spannungsmessung)
  • 4G/LTE integrierte SIM-Karte (über 500 Anbieter, 200 Länder)
  • Backup-Akku: bis 8 Stunden Betrieb nach Stromausfall
  • Anti-Tamper-System (Abstandsmessung zur Montagefläche)
  • Funk-Kommunikation: bis 20 kabellose Sensoren
  • NMEA-2000-Schnittstelle (optional, über Adapter)
  • Stromversorgung: Bordnetz 12V/24V
  • Preis: 650 Euro

Basic Set (850 Euro):

  • 1x Gateway
  • 1x Wassersensor (Bilge)
  • 1x Tür-/Fenstersensor
  • 1x PIR-Bewegungssensor
  • 1x Temperatur-/Feuchtesensor

Extended Set (1.030 Euro):

  • Alles aus Basic Set plus:
  • 1x Rauchmelder mit integrierter Sirene
  • 1x Smart Plug (Landstromüberwachung/Fernsteuerung 110V/220V)

Vanemar Connect Abo (obligatorisch für Fernüberwachung):

  • Monatlich: 15,99 Euro (monatlich kündbar/pausierbar)
  • Jährlich: 159 Euro

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Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

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