Fast alles scheint zu gehen bei dieser Wasserdrohne aus Japan. Wenn man so will: ein Fass ohne Boden nach oben, das sich darüber hinaus autonom fortbewegt. Arivia will Wasserflächen durch synchronisierte Licht-, Springbrunnen- und Soundeffekte in dynamische Bühnen verwandeln. Das Gerät in Form einer Boje vereint programmierbare LED-Beleuchtung, steuerbare Wasserspieleffekte, GPS-basierte Navigation sowie integrierte Audiowiedergabe.
Arivia könnte an Ankerplätzen zu besonderen Anlässen zum Einsatz kommen und diese vorübergehend in Showbühnen verwandeln. Mehrere Einheiten lassen sich synchronisieren, um choreografierte Formationen aufzuführen; an der Kompatibilität mit Musiksynchronisation und Projektionsmapping arbeite man. Die Entwickler aus Fukushima präsentierten ihr Produkt bereits in den USA, Europa und dem Nahen Osten. Die Entertainment-Boje ist ein Spin-off-Projekt der Unternehmung Spaceone, die sämtliche Dienstleistungen rund um Wasser- und Luftdrohnen anbietet und hinter Japans erstem Verband für Unterwasserdrohnen steht.
Anders als fest installierte Brunnenanlagen erfordert die Drohne keine dauerhafte Infrastruktur. Sie lässt sich dank vier starrer Pod-Einheiten frei auf dem Wasser bewegen und nutzt GPS sowie Sensoren zur Positionierung. LED-Beleuchtung, Wasserfontänen und Audiosystem werden zentral gesteuert und synchronisiert. Bei mehreren Einheiten erfolgt die Koordination über ein modulares Steuerungssystem. Die Geschwindigkeit bleibt niedrig, um Sicherheit in belebten Bereichen zu gewährleisten. Sensoren überwachen den Betrieb kontinuierlich, eine Notabschaltung lässt sich per Fernsteuerung auslösen. Der Hersteller gibt an, dass sowohl Indoor- als auch Outdoor-Einsätze möglich seien.
Auch wenn Arrivia bereits auf der Technologiemesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas vorgestellt wurde, befindet sich das Gerät noch in der Prototypenphase. In einer ersten Kalkulation gehen die Japaner von einem Basispreis von 2.500 US-Dollar aus. Die endgültige Preisgestaltung steht noch nicht fest. Neben dem Verkauf plant der Hersteller auch Mietmodelle für kurzfristige Events. Die Entwickler sehen den Haupteinsatz in nächtlichen Umgebungen, wo die Lichteffekte besonders zur Geltung kommen sollen.
Obwohl die Nutzung zu Unterhaltungszwecken im Vordergrund steht, wird Arivia als Plattform weiterentwickelt. Künftig könnten Umweltmonitoring und Wasseranalysen hinzukommen. Die modulare Bauweise erlaube Anpassungen an verschiedene Anforderungen. Das skalierbare Design ermöglicht sowohl kleine Installationen mit wenigen Einheiten als auch große Shows mit vielen synchronisierten Drohnen.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV