Das GMI 40 löst in Garmins Instrumentenprogramm das bekannte GMI 20 nicht unmittelbar für jeden Einsatzzweck ab, setzt aber deutlich stärker auf eine moderne Touch-Bedienung und frei konfigurierbare Darstellungen. Damit richtet es sich nicht nur an Segler, sondern ebenso an Motorbootfahrer, die einzelne Werte gut ablesbar am Steuerstand sehen wollen, ohne ständig auf den Kartenplotter zu schauen.
Das Instrument misst 115 mal 91 mal 30 Millimeter und wiegt 250 Gramm. Sein hochauflösendes Farbdisplay löst mit 800 mal 480 Pixeln auf. Auf dem Bildschirm lassen sich unterschiedliche Instrumentensätze und Seitenlayouts zusammenstellen. Je nach Vernetzung können damit etwa Drehzahl, Motortemperatur und Tankstände ebenso dargestellt werden wie GPS-Fahrt, Kurs über Grund, Wassertemperatur oder Tiefe.
Der praktische Unterschied zum bisherigen Garmin GMI 20 liegt vor allem in der Bedienung: Das ältere Instrument arbeitet mit Tasten und einem vier Zoll großen Farbdisplay, das GMI 40 mit Touchscreen und etwas größerer Anzeige. Für Eigner, die vorhandene Ausschnitte im Steuerstand weiter nutzen wollen, bietet Garmin eine Adapterplatte für die Montage an.
Für die Einbindung an Bord verfügt das GMI 40 über NMEA 2000 und Garmin BlueNet. Zudem kann es nach Herstellerangaben drahtlos mit gWind-Wireless-Gebern, Marine-Fernbedienungen und quatix-Marine-Smartwatches kommunizieren. Software-Updates sollen über die ActiveCaptain-App eingespielt werden können.
Für Motorbootfahrer ist die Anzeige von Maschinen- und Kraftstoffdaten der zentrale Nutzen. Das zusätzliche Instrument kann wichtige Werte dauerhaft sichtbar halten, während der Kartenplotter für Navigation, Radar- oder Echolotbild frei bleibt. Wer bereits einen aktuellen Garmin-Plotter einsetzt, etwa aus der GPSMAP-9000-Serie, kann das GMI 40 als kompakte Ergänzung am Fahrstand einplanen.
Neben dem Einzelgerät bringt Garmin mehrere Pakete mit Wind-, Tiefen- und Geschwindigkeitsgebern. Die Wired- und Wireless-Sail-Bundles kombinieren ein oder zwei Anzeigen mit gWind-Gebern sowie, abhängig von der Variante, mit einem DST820 Smart Geber oder den Durchbruchgebern GDT 43 und GST 43. Der DST820 misst nicht nur Tiefe, Fahrt und Wassertemperatur, sondern erfasst laut Garmin auch Lagewerte für Krängung, Trimm sowie Stampf- und Rollbewegungen. Bei der Wireless-Variante entfällt die Kabelverlegung durch den Mast bis zu einer Länge von 15 Metern.
Das Garmin GMI 40 kostet als Einzelgerät rund 700 Euro. Die Bundles liegen je nach Ausstattung zwischen 1.200 und 2.100 Euro.
| Merkmal | Garmin GMI 40 |
| Display | 4,3 Zoll Farb-Touchdisplay, 800 x 480 px |
| Abmessungen | 115 x 91 x 30 mm |
| Gewicht | 250 g |
| Vernetzung | NMEA 2000, Garmin BlueNet, ANT+, Wi-Fi |
| Schutzart | IPX7 |
| Daten | Wind, Geschwindigkeit, Tiefe, Kurs, Motor, Kraftstoff |
| UVP | 699,99 € |
Wer ein Tasteninstrument bevorzugt oder ein bestehendes Garmin-System möglichst kostengünstig ergänzen möchte, findet im Garmin GMI 20 weiterhin ein Instrument mit vier Zoll Farbdisplay und NMEA-2000-Anbindung. Für reine Windanzeigen stehen in Garmins Programm zudem spezialisierte GNX-Wind-Instrumente bereit.
Theorie und Praxis der Bordelektrik erklärt die elektrische Anlage an Bord von Grund auf, von Batterien und Ladesystemen bis zur Verteilung und Fehlersuche. Für die Nachrüstung eines Multifunktionsinstruments ist besonders der Praxisbezug zu Plottern, Loggen, Lotsystemen und der individuellen Bordinstallation hilfreich. Zeichnungen, Fotos und Tabellen zeigen, worauf es bei Planung, Anschluss und Wartung von Bordelektrik ankommt.
Stressfrei Navigieren richtet den Blick auf die Daten, die eine Anzeige wie das GMI 40 sichtbar machen kann: Position, Kurs, Fahrt und Tiefe. Der Ratgeber verbindet Navigation mit Seekarte, Kompass und GPS mit Törnplanung, Wetter- und Gezeitenkunde. Schritt-für-Schritt-Fotos, Diagramme und Tabellen helfen dabei, die angezeigten Werte im nautischen Zusammenhang einzuordnen.
Wäre ein separates Multifunktionsinstrument an Ihrem Steuerstand sinnvoll, oder reichen Ihnen die Daten auf dem Kartenplotter? Schreiben Sie uns, welche Werte Sie beim Fahren dauerhaft im Blick behalten möchten.

Redakteur Test & Technik
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