Die Marq Diver ist eines von sechs Modellen der neuen Marq-Kollektion. Garmin hat sie für Aktivitäten über und unter Wasser entwickelt. Für Motorbootfahrer sind vor allem die Anbindung an die Bordelektronik und die Kommunikation ohne verbundenes Smartphone interessant. Das Zifferblatt zeigt zwar Zeiger, ist aber ein digitales Display.
Das Gehäuse besteht laut Garmin aus Titan. Für die Lünette verwendet der Hersteller Titan und Keramik; über dem AMOLED-Touchdisplay sitzt Saphirglas. Die Materialien und das Zifferblatt geben der Uhr den Charakter einer klassischen Taucheruhr. Sie bleibt dennoch ein digitales Instrument, das bei Bedarf Karten und andere Daten darstellen kann.
Ohne Armband wiegt die Marq Diver nach Herstellerangaben 62 Gramm, mit Armband je nach Ausführung 86 oder 95 Gramm. Das Band lässt sich laut Garmin über 15 Millimeter fein einstellen. Induktive, abgedichtete Tasten sind für den Einsatz im Wasser vorgesehen; die maximale Tauchtiefe gibt Garmin mit 40 Metern an.
Von einem kompatiblen Garmin-Kartenplotter kann die Uhr Wassertiefe, Motordrehzahl und weitere Schiffsdaten übernehmen. So bleiben ausgewählte Werte auch außerhalb des Fahrstands im Blick. Mit der Autopilot-App lässt sich laut Garmins Produktbeschreibung der Marq Diver der Steuerkurs ändern oder eine GPS-Route folgen. Dafür muss die Uhr mit einem kompatiblen Kartenplotter oder dem Autopilotinstrument GHC 50 verbunden sein. Die Uhr ist also eine zusätzliche Bedienmöglichkeit und kein eigenständiger Autopilot. Wie eine Steuerung per Smartwatch mit einem zusätzlichen Gateway bei anderen Bordsystemen umgesetzt wird, zeigt eine weitere Lösung.
Die Marq Diver hat auch eine virtuelle Startlinie, einen Countdown-Timer und einen Wendeassistenten. Diese Regattafunktionen dürften für die meisten Motorbootfahrer weniger ausschlaggebend sein als Motorwerte und Autopilotbedienung.
Über integrierte inReach-Technik sollen Nachrichten und ein SOS-Notruf ohne verbundenes Smartphone möglich sein. Dafür ist ein aktives Abonnement nötig. Satelliten- und LTE-Verbindungen sind nicht überall verfügbar.
Garmin nennt für die Marq Diver einen Preis von 3.150 Euro. Die Kollektion beginnt bei 2.550 Euro und soll voraussichtlich ab November erhältlich sein. Wer vor allem Marinefunktionen sucht, findet mit der quatix 8 Pro als Marine-Smartwatch eine günstigere Alternative, die Garmin für 1.049 Euro listet. Sie kann ebenfalls Daten kompatibler Bordelektronik anzeigen und unterstützt Satellitenkommunikation sowie LTE.
| Merkmal | Herstellerangabe |
| Gehäusegröße | 47 × 47 × 15 mm |
| Gewicht | 95 g mit Silikonarmband; 86 g mit Silikonkautschukarmband |
| Display | AMOLED-Touchdisplay, 1,4 Zoll, 454 × 454 Pixel |
| Gehäuse, Lünette, Glas | Titan; Titan und Keramik; Saphirglas |
| Akkulaufzeit als Smartwatch | Bis zu 18 Tage; mit ständig eingeschaltetem Display bis zu sieben Tage |
| Akkulaufzeit im Aktivitätsmodus | Bis zu 32 Stunden; mit LiveTrack über LTE bis zu 16 Stunden |
| Wasserdichtigkeit und Tauchtiefe | 10 ATM; maximale Tauchtiefe 40 Meter |

Redakteur Test & Technik
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