Das Herzstück der Innovation ist ein Mechanismus, der die Motoren seitlich wegklappen lässt. So entsteht auf einem 33-Fuß-Boot eine nutzbare Fläche, wie man sie sonst eher bei 36- oder 37-Fuß-Yachten findet. Eine coole Option: eine integrierte Garage für ein Jetski – und das selbst auf der kompakten Version. Wer’s lieber ruhig angeht, kann den Platz auch als großzügige Badeplattform oder für andere Freizeit-Highlights nutzen.
Statt GFK setzt Ghinis auf Aluminium – aus Überzeugung. Denn das Material bringt gleich mehrere Vorteile mit: Es ist leichter als Kunststoff, komplett recycelbar und bei Stößen eher verformbar als spröde. Dazu kommt: Aluminium erlaubt flexibles Design ohne teure Formen und punktet mit hoher Brandsicherheit. Zwar sind auch GFK-Versionen geplant, aber zunächst liegt der Fokus klar auf den Alu-Modellen.
Ein weiterer Pluspunkt: Ghinis denkt an alle. Eine optionale Hebevorrichtung soll Menschen mit eingeschränkter Mobilität helfen, sicher an Bord zu kommen – oder sogar in die Pilotenposition. So wird das Bootserlebnis für noch mehr Menschen zugänglich.
Auch international will Ghinis durchstarten. Neben Europa steht vor allem der US-Markt im Visier – dort läuft bereits eine Crowdfunding-Kampagne für eine eigene Produktionsstätte. In Brasilien sucht die Werft ebenfalls nach Partnern – und hat mit Rennfahrerlegende Emerson Fittipaldi einen echten Coup gelandet. Gemeinsam soll eine exklusive Bootslinie entstehen, die auf dem aktuellen 33-Fuß-Modell basiert. Künftige Designs werden dann ganz nach Fittipaldis Vorstellungen entwickelt.

Redakteur Test & Technik