Hafen-ManöverSmartdock verbindet das Smartphone mit dem Motor

David Ingelfinger

 · 02.03.2026

Hafen-Manöver: Smartdock verbindet das Smartphone mit dem MotorFoto: PR
Smartdock: Über App sowie Steuereinheiten für Antriebe und Strahlruder lässt sich per Handy von überall an Bord an- und ablegen.
​Mit dem Smartdock soll das Smartphone zum kabellosen Joystick werden und im Hafen die vollständige Kontrolle über Motor und Bugstrahler übernehmen. Der Hersteller Thitronik bietet mit dem Smartdock-System seit Juni 2025 eine digitale Nachrüstlösung für Eigner von Volvo Penta, Mercury und Yamaha Antrieben an.

Wer oft alleine oder mit kleiner Besatzung unterwegs ist, kennt die Herausforderung beim Manövrieren in engen Boxen. Mit dem System von Thitronik können sich Anwender frei auf dem Boot bewegen und gleichzeitig Steuerbefehle per Smartphone an die Maschinen senden. Via Bluetooth sollen kleine Datenpakete die Befehle vom Smartphone direkt den Motor schicken.


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Digitale Übersetzung für moderne Antriebe

Laut Angaben des Herstellers ist das System mit Volvo-Penta-Antrieben ab dem Baujahr 2010, Mercury-Motoren ab dem Jahr 2016 und aktuellen Yamaha-Modellen kompatibel. Der Smartdock braucht eine Bordspannung von 12 Volt und sollte mit den Maßen 84 mal 98 mal 21 Millimetern in die meisten Systeme integriert werden können. Zusätzlich lassen sich Bug- und Heckstrahlruder von Sleipner, Vetus und Quick mit in die Fernsteuerung einbinden.

Für Schiffe mit zwei Motoren übernimmt die Elektronik automatisch die synchrone Steuerung beider Antriebe. Die Funkverbindung basiert auf dem aktuellen Standard Bluetooth 5.0 und ist auf den Nahbereich rund um das Boot begrenzt.

Einbau per Klick statt Kabelsalat

Zunächst muss man für den Einbau des Smartdock an die Rückseite des Schalthebels herankommen. Dort wird die Steckverbindung gelöst, die den Hebel mit der digitalen Bordelektronik des Motors verbindet. Thitronik liefert das passende Adapterkabel für den jeweiligen Motor direkt mit. Dieser Kabelsatz wird nach dem Y-Prinzip einfach zwischen die Bordtechnik und den Hebel gesteckt.

Je nach Modell sitzt dieser Steckplatz an verschiedenen Stellen, zum Beispiel direkt am Hebel oder beim Joystick. Die neue Steuereinheit findet schließlich hinter den Instrumenten ihren Platz. Der Hersteller hat für die verschiedenen Systeme detaillierte Installationsanleitungen online Verfügbar. Die Basisversion für die Nachrüstung ist ab 3.950 Euro erhältlich.

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Sicherheit am Steuerstand

Eine nützliche Funktion des Smartdock ist die sogenannte Vorrangschaltung. Sobald jemand den Gashebel am Steuerstand bewegt, soll er sich sofort abschalten. Laut den Angaben von Thitronik ist das System ausschließlich für langsame Manöver im Hafen gedacht. Die Geschwindigkeit wird durch eine Software zusätzlich begrenzt. Sollte das Smartphone ins Wasser fallen oder die Funkverbindung abbrechen, schalten die Motoren sofort in den Leerlauf. So bleibt soll das Boot sicher auf Position bleiben, anstatt unkontrolliert mit eingelegtem Gang weiterzufahren.

Weitere Informationen finden bei Smartdock: www.smartdock.de/


Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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