ElektronikRaymarine CAM400 zeigt das Heck auf dem Plotter

Hauke Schmidt

 · 01.10.2026

Die Cam 400  lässt sich mit Kartenplottern der Axiom-2-Reihe  nutzen. Wenn ein AR200-Sensor vorhanden ist, kann das System auch Navigationsdaten einblenden.
Foto: Raymarine
Die Raymarine CAM400 ist eine fest montierte Full-HD-Kamera für Axiom-Kartenplotter. Auf Motorbooten kann sie vom Steuerstand aus den Blick zum Heck oder auf die Badeplattform ergänzen. AIS-Ziele im Livebild erfordern zusätzliche Technik.

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Bei Motorbooten mit geschlossenem oder höher gelegenem Steuerstand kann die Raymarine CAM400 einen schwer einsehbaren Bereich achtern zeigen. Das ist etwa beim Rückwärtsfahren an den Liegeplatz oder beim Blick auf die Badeplattform eine mögliche Anwendung. Welcher Ausschnitt auf dem Plotter erscheint, hängt von Montageort und Ausrichtung der Kamera ab. Die Bilder lassen sich auf kompatiblen Axiom-Displays anzeigen; die Axiom-2-Plotter wurden bereits separat vorgestellt.

Feste Kamera mit Weitwinkel

Die IP-Kamera liefert laut Raymarine Video mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten und bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Der horizontale Bildwinkel beträgt 129,4 Grad. Integrierte Infrarot-LEDs mit einer vom Hersteller genannten Reichweite von bis zu zehn Metern beleuchten den Nahbereich bei Dunkelheit. Die CAM400 ist keine Wärmebildkamera.

Das 420 Gramm schwere Gehäuse misst rund 81 mal 65 mal 70 Millimeter. Es ist nach IPX6 und IPX7 gegen Wasser geschützt. Der Kamerakopf kann bei der Montage nach oben oder unten zeigen; das Videobild lässt sich entsprechend drehen oder spiegeln. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise per Power over Ethernet oder über zwölf Volt Gleichspannung. Das CAM400-Handbuch enthält die Anschluss- und Montageangaben.

Für AIS-Einblendungen braucht es den AR200

Die CAM400 zeigt zunächst ein Livebild. Wer AIS-Ziele, Wegpunkte oder Kartenobjekte darüberlegen möchte, benötigt zusätzlich den AR200-Sensor und einen kompatiblen Axiom-Plotter. Der Sensor liefert die Positions-, Kurs- und Bewegungsdaten für Raymarines ClearCruise-Funktion. Nach dem CAM400-Datenblatt müssen Kamera und Plotter im selben RayNet-Netzwerk liegen, der AR200 im SeaTalk-NG-Netzwerk des Plotters. Voraussetzung ist außerdem LightHouse 4 oder LightHouse 5 ab Version 4.11.133.

Für Axiom 2 mit LightHouse 5 nennt Raymarine eine weitere Funktion: Abstandshilfslinien lassen sich im Kamerabild anzeigen und an Boot und Kameraposition anpassen. Anders als das bereits vorgestellte 360-Grad-Kamerasystem für Anlegemanöver ist die CAM400 eine fest montierte Einzelkamera. Laut Hersteller können mehrere Kamerabilder auf einem Axiom-Display angezeigt werden.

Preis und Ausführungen

Auf der deutschen CAM400-Produktseite nennt Raymarine für die weiße Kamera eine unverbindliche Preisempfehlung von 768 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Das weiße Paket mit AR200 ist mit 1.542 Euro angegeben. Für die schwarze Kamera und das entsprechende Paket nennt der Hersteller Anfang 2027 als geplanten Verfügbarkeitszeitraum.

Technische Daten der Raymarine CAM400

MerkmalHerstellerangabe
Auflösung1.920 × 1.080 Pixel (Full HD)
BildsensorCMOS, 1/2,8 Zoll
Horizontaler Bildwinkel129,4 Grad
BildfrequenzEinstellbar, ein bis 30 Bilder pro Sekunde
Infrarotbeleuchtung850 Nanometer, Reichweite bis zu zehn Meter
StromversorgungPower over Ethernet (IEEE 802.3af) oder zwölf Volt Gleichspannung
Leistungsaufnahme2,1 Watt nominal, maximal fünf Watt mit eingeschalteten LEDs
Abmessungen und Gewicht80,8 × 64,5 × 70,5 Millimeter; 420 Gramm
SchutzartIPX6 und IPX7
AR-EinblendungenNur mit AR200, kompatiblem Axiom-Plotter und geeigneter LightHouse-Version

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Hauke Schmidt

Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

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