Hauke Schmidt
· 11.01.2026
Mit dem Flinraft+ ergänzt Flin Solar sein Portfolio um ein außergewöhnliches Konzept: Das Solarsystem schwimmt wie ein Beiboot hinter der Yacht und lässt sich mit jeder Schlauchbootpumpe aufblasen. Im Unterschied zu fest installierten Solarpanels, die ausreichend Decksfläche benötigen, oder Reling-Modulen wie dem Flinrail liegt das Flinraft+ auf einem Floß. Aufgeblasen misst das System 1,7 × 1,15 Meter (300 W) beziehungsweise 1,7 × 2,3 Meter (600 W) und bringt 14,5 beziehungsweise 23,5 Kilogramm auf die Waage. Zusammengefaltet lässt es sich platzsparend in der gepolsterten Tasche verstauen.
Das Besondere am Flinraft+ sind bifaziale Solarzellen, die auf beiden Seiten Licht aufnehmen und in Strom umwandeln. Weil Sonnenstrahlen von der Wasseroberfläche reflektiert werden, sollen die Solarmodule laut Hersteller deutlich mehr Energie liefern als reine Vorderseiten-Module. So soll die 300-Watt-Version bis zu 390 Watt erreichen, die 600-Watt-Version bis zu 780 Watt. Die Module sind hinterlüftet und werden durch die Nähe zum Wasser auf natürliche Weise gekühlt. Der Wirkungsgrad liegt bei 23 Prozent. Zudem ist das System nach IP67 wasserdicht und soll Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten standhalten.
Das Flinraft+ wird über ein fünf Meter langes Kabel mit MC4-Steckern mit dem Laderegler an Bord verbunden. Die Leerlaufspannung beträgt 72 Volt (VOC), und am Maximum Power Point (VMPP) arbeitet das Floß mit 60 Volt. Der Kurzschlussstrom liegt bei 5,4 Ampere (300W+) beziehungsweise 10,8 Ampere (600W+). Die Module verfügen über neun beziehungsweise 18 Bypass-Dioden, die bei Teilverschattung den Energieverlust minimieren. Mehrere Flinraft-Flöße können kombiniert werden, um die verfügbare Solarfläche beliebig zu vergrößern, ohne Decksfläche zu verlieren. Die 300-Watt-Variante kostet 2.150 Euro; für die 600-Watt-Version werden 3.750 Euro fällig.
Flinraft+ 300 W:
Flinraft+ 600 W:
Allgemeine Daten (beide Modelle):
Weitere Artikel zum Thema: