E-MotorenMarktübersicht Elektro-Außenborder

Aaron Schreiber

 · 10.11.2022

E-Motoren: Marktübersicht Elektro-AußenborderFoto: Hersteller
Weit mehr als ein „Quirl“. Moderne E-Motoren sind kraftvoll und effizient

Elektrisch angetriebene Außenbordmotoren werden immer populärer. Unsere Übersicht zeigt, was der Markt in der Klasse der E-Außenborder über 1000 Watt derzeit zu bieten hat!

Seit unserer letzten Übersicht im Jahr 2017 hat sich viel getan. Neue Technik, neue Anbieter und neue Modelle ließen die Anzahl der angebotenen Elektromotoren stetig steigen. In den Tabellen unten zeigen wir rund 50 Motoren mit mehr als 1000 Watt Leistung. Kleinere Motoren sind als Hilfs- oder gar Hauptantrieb für Motor- oder Beiboote kaum geeignet.

Waren sie früher, unter anderem aufgrund geringer Akku-Kapazitäten, nur auf kleinen Angelbooten oder Tendern zu finden, haben elek­trische Motoren heute auch bei größeren Booten ihren Platz als Antriebsmaschine gefunden. Elektrische Innenborder sind bereits seit einigen Jahren in diversen Booten verbaut. Leistungsstarke Außenborder hingegen waren bis vor Kurzem eher Mangelware.

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Doch was ist zu beachten beim Umstieg von einem Verbrennungsmotor zu einem E-Motor? Um dem Bootseigner den Ein- oder Umstieg so leicht wie möglich zu machen, sind nahezu alle Modelle ab 1000 Watt mit Pinne oder Fernbedienung sowie in verschiedenen Schaftlängen erhältlich. Ausnahmen bilden hier die großen Außenborder ab 15 kW, die fast ausnahmslos nur mit Fernschaltung zu bekommen sind.

So vielseitig ist der Markt für E-Außenborder

ePropulsion hat sich inzwischen zu einer bekannten und erfolgreichen Marke gemausert
Foto: Hersteller

Wechsel-Akku oder festes Batteriepaket?

Batterien oder Akkus sind auch nach diversen Jahren der Entwicklung ein großes Thema in der gesamten Elektromobilität. Sie beeinflussen maßgeblich Reichweite und Leistung eines Motors. Und das nicht bloß aufgrund der begrenzten Kapazität, sondern auch durch das Eigengewicht. Nicht alle uns aus dem Alltag bekannten, gängigen Batterietypen eignen sich für den Bootsbetrieb. Diverse Hersteller bieten daher auch gleich die passenden Batteriesysteme für ihre Motoren mit an. Kleine Außenborder nutzen hier oft einen Wechsel-Akku, der im Außenborder selbst verbaut ist. Bei leistungsstärkeren Motoren setzen die Hersteller, wie im Pkw-Bereich, auf große Batteriepakete im Inneren des Bootes.

Die oftmals geringen zurücklegbaren Entfernungen und langen Ladezeiten in Verbindung mit einem noch spärlich ausgebauten Ladenetz in Europa schrecken so manchen potenziellen E-Skipper ab. Das muss jedoch nicht sein, denn zum „Stromschlucker“ werden Elektro­motoren wie auch ihre Verbrennerkollegen erst, wenn man ihnen viel Leistung in Form von hoher Geschwindigkeit abverlangt beziehungs­weise ein hohes Gewicht verdrängt werden muss. Entsprechend gilt auch hier: Strecke machen funktioniert am besten im effizienten Teillastbereich. Damit der Skipper den Verbrauch und die Batterieladung im Auge hat, sind alle größeren Motoren mit entsprechenden Anzeigen ausgerüstet. Wenn man so will, besitzt also auch ein E-Boot eine Verbrauchs- und Tankanzeige.

Ladezeiten von E-Außenbordern

Zudem gibt es Unterspannungs-Warnsysteme, die ein Liegenbleiben verhindern sollen. Denn sind die Batterien einmal leer, geht es ans „Auftanken“. Hier zeigt sich ein großer Nachteil von vollelektrisch betriebenen Booten – die Ladezeit. Beim Boot mit Verbrenner geht es im Verhältnis blitzschnell, den leeren Tank mit neuem Kraftstoff zu füllen. Beim Elektroantrieb dauert es mitunter schon mehrere Stunden, bis die Akkus wieder voll geladen sind. Abhilfe schaffen sollen so­genannte Schnelllader. Man kann so die Wartezeit an der Steckdose um das Fünffache reduzieren. Nachteil dieser Technik ist die Verringerung der Lebensdauer der Batterien. Hinzu kommt, dass nicht alle Stromnetze an den Stegen der Häfen ausreichend dimensioniert sind.

Für den Großteil der kleinen Motoren reicht allerdings schon ein gutes Ladegerät, das auch für Kraft­fahrzeuge verwendet wird. Unser Tipp: Rechnen Sie bei der Leistung besser ausreichend Sicherheitsreserven ein. Immer am oberen Leistungslimit zu fahren braucht zum einen viel Energie, wodurch sich der Akku schnell entleert, und zum anderen kommt man auf Fließgewässern unter Umständen nicht gegen die Strömung an.

Der Elektroaußenborder ist schon längst nicht mehr nur als der Hilfsmotor anzusehen. Bei Leistungen von mittlerweile bis zu 140 kW ist es kein Wunder, dass elektrische Außenborder im Kommen sind. Viele Anbieter haben ein breites Leistungsspektrum im Angebot. Unsere Übersicht soll bei der Wahl des geeigneten Motors helfen und eine preisliche Orientierung bieten.


Elektro-Außenborder ab 1000 Watt

(per Klick vergrößern, mobil am besten im Querformat anschauen)

Foto: Boote
Foto: Boote
Foto: Boote
Foto: Boote

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