AMY 395eKompakter Elektro-Tender feiert Weltpremiere in Cannes

David Ingelfinger

 · 20.08.2026

Als Elektro-Tender ist die AMY 395e für kurze Transfers zwischen Yacht und Küste konzipiert.
Foto: Amare Group
Der Elektro-Tender AMY 395e feiert beim Cannes Yachting Festival 2026 seine Weltpremiere. Das neue Modell der italienischen Amare Group ist in zwei Batterie- und Motorvarianten erhältlich. Je nach Ausführung erreicht der 3,95 Meter lange Tender bis zu 25 Knoten und bietet Platz für fünf Personen. Gedacht ist das Boot vor allem für kurze Transfers zwischen Yacht, Hafen und Ufer.

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Der AMY 395e ist als RIB-Tender ausgeführt. Das Boot kombiniert einen festen Rumpf mit einem umlaufenden Schlauchkörper. Der Rumpf besteht laut Hersteller aus Carbon. Mit einem Trockengewicht von 340 Kilogramm ist das Boot allerdings kein besonders leichtes Beiboot.

Zwei elektrische Antriebe

Für die AMY 395e bietet Amare zwei Antriebsvarianten von Mitek an. Die Standardversion nutzt den Elektromotor Mitek Revolve 20 und eine Batterie mit einer Kapazität von 15 Kilowattstunden. Mit einer Person an Bord soll der Tender bis zu 20 Knoten erreichen. Mehr Leistung und Reichweite bietet die als Long Range bezeichnete Variante mit dem Mitek Revolve 30. In dieser Ausführung steigt die Batteriekapazität auf 30 Kilowattstunden, die Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 25 Knoten. Gleichzeitig erhöht sich das Trockengewicht auf 430 Kilogramm.

Amare rechnet bei beiden Varianten mit einer Fahrzeit von rund einer Stunde bei hoher Geschwindigkeit. Für die Long-Range-Version nennt der Hersteller bei 25 Knoten eine Reichweite von rund 29 Seemeilen. Bei 10 Knoten und zwei Personen an Bord sollen noch 20 Seemeilen möglich sein. Die tatsächliche Reichweite hängt jedoch unter anderem von Beladung, Wind, Wellen, Strömung und Fahrweise ab. Wer länger unterwegs sein möchte, muss die Geschwindigkeit entsprechend reduzieren. Angaben zur Ladezeit und zur benötigten Ladeinfrastruktur liegen in den vorliegenden Herstellerunterlagen nicht vor.

Ausstattung für den Einsatz als Tender

Zur Standardausstattung gehören ein Batteriepaket, ein Batterie-Hauptschalter und eine LED-Ladeanzeige. Das Steuerrad lässt sich zusammenklappen und in der Höhe verstellen. Ein digitales Display ist in das drahtlose Bediensystem von ASW integriert.

Der Stauraum befindet sich in drei Fächern unter den Sitzen. Zur mitgelieferten Sicherheitsausstattung zählen ein Feuerlöscher, eine Sicherheitsweste, eine Leiter, ein Paddel und eine Taschenlampe. Hinzu kommen Hebeösen, Edelstahl-Haltegriffe, Festmacherklampen, ein Schlauch-Reparaturset sowie eine Fußpumpe.

Optional sind unter anderem Decks- und Unterwasserbeleuchtung, EVA-Bodenbeläge, eine Süßwasserdusche, ein GPS-Kartenplotter, ein Tiefenmesser, ein Bluetooth-Audiosystem, UKW-Funk und zusätzliche Ladeanschlüsse erhältlich.

Designlinien zur Auswahl

Amare bietet für die AMY 395e zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung. Kunden können unter anderem Farben und Materialien für den Aufbau, den Schlauchkörper, die Scheuerleiste, die Handläufe, das Steuerrad und die Sitzpolster auswählen. Auch der Yachtname und ein Logo lassen sich aufbringen oder in die Polster sticken. Laut Herstellerunterlagen mehrere vorkonfigurierte Designlinien zur Auswahl: Die Varianten reichen von hellen und neutralen Farbtönen bis zu blauen, grünen und sichtbaren Carbon-Ausführungen.


Technische Daten:

  • Länge: 3,95 m
  • Breite: 1,80 m mit Schläuchen
  • Trockengewicht: 340 kg, Long Range 430 kg
  • Personen: 5
  • Motor: Mitek Revolve 20, Long Range Revolve 30
  • Batterie: 15 kWh LiFePO4, Long Range 30 kWh
  • Höchstgeschwindigkeit: 20 Knoten, Long Range 25 Knoten

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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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