E1 Series in ComoKollisionen, Comebacks und ein neuer Spitzenreiter

David Ingelfinger

 · 27.04.2026

Historische Kulisse: Die RaceBirds der E1 Series vor der prachtvollen Fassade der bekannten Villa d’Este am Comer See.
Foto: Getty Images / Joe Portlock
Beim zweiten Saisonrennen der UIM E1 Series am Comer See feierte Team Westbrook Racing einen souveränen Sieg. Damit übernimmt das Team von Will Smith die Führung in der Gesamtwertung. Im Finale sorgte eine Kollision für Spannung.

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Der zweite Lauf der E1-Weltmeisterschaft am Comer See hat das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt. Während die favorisierten Teams zu kämpfen hatten, wiederholte Westbrook Racing seinen Erfolg von 2024. Platz zwei belegte das Team Blue Rising, Team Brady schaffte es auf den dritten Platz. Team Aoki hingegen kam nach dem Sieg im ersten Rennen überraschend nicht über den fünften Platz hinaus.

Dominanz im Finale

Trotz eines schwierigen Starts am Finaltag bewies das Team Westbrook Racing einen langen Atem. Obwohl die Pilotin Sara Price ihr Boot früh am Finaltag beschädigte, gelang es ihr und ihrem Teamkollegen Lucas Ordóñez, in beiden Finalläufen am Comer See zu gewinnen. Westbrook Racing verdrängt damit Aoki von der Tabellenspitze und führt nun die Gesamtwertung der E1 Series an.

Zuletzt sorgte Will Smith mit der Ankündigung eines künftigen Rennens in Angola für Schlagzeilen. Damit wird sein Rennstall, der offiziell unter dem Namen Angola Westbrook Racing an den Start geht, künftig auch ein echtes Heimrennen bekommen.

Das Feld rückt zusammen

Die stärkste Leistung des Wochenendes zeigte Rennpilot John Peeters für Blue Rising. Nach dem ersten Rennen in Dschidda war der US-Pilot mit seinem Team auf dem letzten Platz in der Gesamtwertung. An diesem Rennwochenende in Italien sicherte er mit zwei herausragenden Starts den zweiten Platz in Como und wurde zum „PIF Pilot of the Day“ gekürt.

Für die Favoriten verlief das Wochenende durchwachsen: Sowohl das Aoki Racing Team als auch Team Brady schieden bereits im zweiten Qualifying (Q2) aus und mussten sich am Finaltag durch das Feld hocharbeiten. Im Finale kollidierte außerdem Emma Kimiläinen vom Team Brady mit einer Kursmarkierung und beschädigte ihren RaceBird. Ihr Teamkollege Sam Coleman konnte das Boot schließlich noch auf dem dritten Podiumsplatz ins Ziel retten.

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Die dritte Saison der E1 Series ist noch jung und die Gesamtwertung ist nach dem zweiten Rennen in Italien extrem eng. Nur 14 Punkte trennen derzeit die vier erstplatzierten Teams. Team Brady liegt aktuell mit nur drei Punkten Rückstand hinter den neuen Führenden von Westbrook Racing.

E1 Series: Rennformat

Ein Grand Prix in der E1 Series wird im K.-o.-System ausgetragen. Nach der Qualifikation folgen Heats (Vorläufe), ein Race-Off-Rennen und ein Super Final. Die Qualifikationsläufe zum Start des Rennwochenendes werden einzeln ausgetragen und bestimmen die Startaufstellung für die Heats. Dort treten am Samstag jeweils fünf Boote an, aus denen sich die zwei Bestplatzierten direkt für die Endrunde qualifizieren.

Die übrigen Teams fahren dann im Race-Off noch einmal um die letzten beiden Finalplätze. Nur die zwei schnellsten Teams bekommen in dieser Runde ein Ticket für das Finale. Den Abschluss bildet das Super Final, in dem die sechs besten Teams aus den Heats und dem Race-Off in zwei Läufen um den Gesamtsieg kämpfen


Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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