„Kingfisher”Torqeedo und Eichberger Schiffservice entwickeln emissionsfreies Hausboot

BOOTE

 · 10.04.2024

„Kingfisher”: Torqeedo und Eichberger Schiffservice entwickeln emissionsfreies HausbootFoto: Hersteller
So soll das fertige Hausbootprojekt „Kingfisher” aussehen
Torqeedo und die Eichberger Schiffservice GmbH arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines emissionsfreien Hausbootprojekts namens „Kingfisher”. Was das Projekt versprechen soll

Torqeedo hat bekanntgegeben, dass das Unternehmen von der Eichberger Schiffservice GmbH beauftragt wurde. Gemeinsam entwickeln sie den Prototyp eines luxuriösen und innovativen Hausboots namens „Kingfisher”, das mit einem vollständig integrierten elektrischen Antriebssystem ausgestattet wird. Zusätzlich werden eine Brennstoffzelle von Argo-Anleg und Solarpaneele integriert, um dem „Kingfisher“ eine 100 Prozent emissionsfreie Reise auf Flüssen und Seen zu ermöglichen.

Eine nachhaltige Urlaubsoption

Die Eichberger Schiffservice hat erkannt, dass Touristen zunehmend nachhaltigere Urlaubsoptionen suchen. Als Anbieter von umfassenden Systemlösungen für die Integration von Solar- und Wasserstofftechnologien in den Schiffsantrieb ist Torqeedo in der Lage, die gewünschte Reichweite des Hausboots sicherzustellen.


Mehr zum Thema:


Torqeedo nutzt Energie aus Sonnenkraft und Wasserstoffverbrennung

Die Entwicklung und Idee des „Kingfisher“ stammen von der Eichberger Schiffsservice, die finanzielle Unterstützung vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Bayerischen Energieforschungsprogramms erhalten hat. Der Prototyp des Hausboots wird von der Kiebitzberg-Werft aus Havelberg gebaut und mit dem leistungsstarken Deep-Blue-50i-Motor und der Deep Blue Battery 80 von Torqeedo ausgestattet, die eine Kapazität von 80 kWh bietet. Die Brennstoffzelle von Argo-Anleg ermöglicht zudem einen komplett energieautarken Betrieb für mehrere Tage bei einer täglichen Fahrtdauer von vier Stunden. Zusätzlich werden Solarpaneele auf den breiten Dächern des Hausboots installiert, um während längerer Liegezeiten zusätzliche Energie von bis zu 3 kWh pro Stunde zu gewinnen.

Stapellauf und Testphase

Die Fertigstellung des Demonstrators des Charterhausboots ist für September dieses Jahres geplant. Anschließend wird eine umfangreiche Testphase auf dem Fluss folgen. Manfred Eichberger erklärt: “Da Wasserstoffantriebssysteme auf dem Wasser noch recht neu sind, arbeiten wir mit unseren Ingenieuren und den zuständigen Behörden zusammen, um Richtlinien während der Testphase zu entwickeln. Unser Ziel ist es, die sichere Nutzung auf dem Wasser zu gewährleisten.” Der „Kingfisher“ soll nach erfolgreicher Testphase in den Probebetrieb übergehen und den Grundstein für die Serienentwicklung von bis zu zehn Stück legen.


Artikel teilen:

Meistgelesen in der Rubrik Boote