P35 EFSpirit Yachts verbindet Holz und High-Tech

Sören Gehlhaus

 · 21.03.2024

Spirit P35 EF: Ab 16 elektrischen Knoten hebt der 2,4-Tonner ab
Foto: Werft
Bei Spirit Yachts aus dem englischen Ipswich geht es immer um Holz, da kann man sich sicher sein. Sonst ist alles möglich, ob mit oder ohne Segel oder gar Foils wie bei der P35 EF.

Die formverleimte Schönheit von 10,50 Meter Länge und 2,30 Meter Breite besteht aus afrikanischem Sipo-Holz, das im Glanzlackkleid an Mahagoni erinnert. Titan- und Carbonelemente verhelfen zu einer Verdrängung von 2,4 Tonnen – wenn auch nur für kurze Zeit. Ab 16 Knoten drücken drei Foils nach oben, wo sie sparsam mit 18 Knoten und maximal mit 30 Knoten über die Wasseroberfläche fliegt.

Spirit Yachts kooperiert mit dem Technologiepartner des britischen America’s Cup Teams

Equipmake lieferte den Antriebsstrang aus E-Motor mit 80 Kilowatt Spitzenleistung und integriertem Getriebe sowie das 120-Kilowattstunden-Batteriepaket, das foilend bei 22 Knoten erstaunliche 100 Seemeilen zulässt. Für die Foil-Steuerung kooperierte Spirit mit BAR Technologies, dem Technologiepartner des britischen America’s Cup Teams.

Die Linien orientieren sich an denen des „Rum Runner“, einem etwa gleich langen Gefährt, das auf dem Genfer See zu Hause ist und seine aerodynamische Silhouette vom Baby Bootlegger übernommen hat; das wiederum ist ein erfolgreiches Rennboot-Modell der 1920er-Jahre, mit dem Al Capones Schmugg­ler Rum aus Kanada in die USA transportierten. Die P35 EF macht sogar an seichten Privatanlegern fest. Dann fahren die drei Foilmasten durch Schäfte und Klappen in Rumpf sowie Aufbau nach oben, was den Tiefgang auf 0,75 Meter reduziert.


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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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