Die formverleimte Schönheit von 10,50 Meter Länge und 2,30 Meter Breite besteht aus afrikanischem Sipo-Holz, das im Glanzlackkleid an Mahagoni erinnert. Titan- und Carbonelemente verhelfen zu einer Verdrängung von 2,4 Tonnen – wenn auch nur für kurze Zeit. Ab 16 Knoten drücken drei Foils nach oben, wo sie sparsam mit 18 Knoten und maximal mit 30 Knoten über die Wasseroberfläche fliegt.
Equipmake lieferte den Antriebsstrang aus E-Motor mit 80 Kilowatt Spitzenleistung und integriertem Getriebe sowie das 120-Kilowattstunden-Batteriepaket, das foilend bei 22 Knoten erstaunliche 100 Seemeilen zulässt. Für die Foil-Steuerung kooperierte Spirit mit BAR Technologies, dem Technologiepartner des britischen America’s Cup Teams.
Die Linien orientieren sich an denen des „Rum Runner“, einem etwa gleich langen Gefährt, das auf dem Genfer See zu Hause ist und seine aerodynamische Silhouette vom Baby Bootlegger übernommen hat; das wiederum ist ein erfolgreiches Rennboot-Modell der 1920er-Jahre, mit dem Al Capones Schmuggler Rum aus Kanada in die USA transportierten. Die P35 EF macht sogar an seichten Privatanlegern fest. Dann fahren die drei Foilmasten durch Schäfte und Klappen in Rumpf sowie Aufbau nach oben, was den Tiefgang auf 0,75 Meter reduziert.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV