Aspen C110 mit asymmetrischem Rumpf und zwei Motoroptionen

Jan-Ole Puls

 · 16.07.2026

Von dieser Seite aus betrachtet sieht das Boot nicht wie ein Katamaran aus.
Foto: Aspen Power Catamarans
Aspen Power Catamarans stellt mit der C110 einen Außenborder-Katamaran vor, der auf dem patentierten PROA-Rumpfdesign basiert. Die Besonderheit: Käufer können zwischen zwei unterschiedlich starken Motoren oder zwei identischen Antrieben wählen. Das Boot misst 11,6 Meter Gesamtlänge und bietet drei Kabinen.

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Die C110 ist das neueste Modell der Außenborder-Katamaran-Reihe von Aspen Power Catamarans aus Burlington im US-Bundesstaat Washington. Das Boot nutzt die PROA-Rumpfform des Herstellers, bei der die beiden Rümpfe unterschiedlich breit sind. Diese asymmetrische Bauweise ermöglicht es, entweder zwei verschieden starke Motoren einzusetzen oder beide Rümpfe mit gleich starken Antrieben auszustatten.

Zwei Motorisierungsvarianten zur Wahl

Käufer können zwischen zwei Antriebskonzepten wählen. Die erste Option nutzt die unterschiedlichen Rumpfbreiten: Am schmaleren Backbordrumpf arbeitet ein Mercury-Außenborder mit 175 PS (129 kW), am breiteren Steuerbordrumpf ein 225-PS-Motor (165 kW). Diese rumpfangepasste Motorisierung soll laut Hersteller die Effizienz maximieren. Die zweite Variante setzt auf zwei identische 225-PS-Motoren und erreicht damit höhere Geschwindigkeiten. Beide Motoren haben trotz unterschiedlicher Leistung das gleiche Gewicht und die gleichen Abmessungen. Optional sind 115-Ampere-Lichtmaschinen verfügbar, die genug Strom für eine 17.000-BTU-Klimaanlage (etwa 5 kW Kühlleistung) liefern und gleichzeitig Lithium-Eisenphosphat-Batterien laden. Diese Kombination ermöglicht nach Herstellerangaben den Betrieb aller Systeme inklusive Klimaanlage über Nacht ohne Generator.

Verlängerter Rumpf mit mehr Platz achtern

Die C110 misst mit heruntergelassenen Motoren 11,6 Meter Länge und 3,25 Meter Breite. Damit bleibt das Boot auf einem Trailer transportierbar. Gegenüber dem Vorgängermodell ist die Badeplattform um 40 Zentimeter gewachsen. Die verlängerte Wasserlinie schafft mehr Auftrieb am Heck, wodurch das bordeigene Beiboot mit dem EZ-Davit-System weiter achtern gelagert werden kann. Das gibt mehr Platz im Cockpit, ohne das Heck zu belasten. Der Treibstofftank fasst 681 Liter.

Fahrleistungen und Verbrauch

Das erste ausgelieferte Boot mit rumpfangepasster Motorisierung erreichte bei Tests der Werft eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h. Bei 4.000 Umdrehungen pro Minute liegt die Reisegeschwindigkeit bei 39 km/h. Während der Testfahrten verbrauchte das Boot bei 32,5 km/h und 3.600 Umdrehungen 46,9 Liter pro Stunde, was einem Verbrauch von 1,44 Litern pro Kilometer entspricht. Daraus errechnet sich bei 681 Litern Tankinhalt und 10 Prozent Reserve eine theoretische Reichweite von 471 Kilometern.

Cockpit mit Bartresen und Stauraum

Das Cockpit bietet eine Arbeitsfläche unter einem aufklappbaren Fenster zum Salon mit ausklappbaren Barhockern. Eine Nasszelle mit Kühlschrank, eine große Kühlbox, zusätzliche Sitzgelegenheiten und ein abnehmbarer Tisch gehören zur Ausstattung. Rutenhalter und Staufächer für Wassersportausrüstung, Tauchgerät oder Fischfangzubehör sind vorhanden. Eine Warm- und Kaltwasser-Dusche ist installiert. Eine Tür in der Heckspiegel führt zur vergrößerten Badeplattform mit ausziehbarer Edelstahl-Badeleiter. Durch die weiter achtern positionierte Beiboot-Lagerung bleibt mehr nutzbare Cockpitfläche frei.

Innenraum mit drei Kabinen

Der klimatisierte Innenraum hat eine Kombüse gegenüber einer Sitzgruppe mit Tisch aus amerikanischem Walnussholz. Zwei Bentley-Steuersitze stehen vor der zweigeteilten Frontscheibe. Umlaufende Solar-Guard-Fenster schützen vor UV-Strahlung. Seitenfenster, Dachluken sowie Heckfenster und -tür lassen sich öffnen. Das Boot verfügt über drei separate Schlafkabinen und einen Sanitärraum mit Dusche. Die Eignerkabine im Bug hat ein Kingsize-Bett, was in dieser Bootsgröße selten zu finden ist.


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Jan-Ole Puls

Jan-Ole Puls

Redakteur Test & Technik

Ole Puls wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf und kam so früh mit dem Segeln in Berührung. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Bootsbauer im Bereich Hightech-Kohlefaserbau. Seit 2022 ist er im Ressort Test & Technik tätig. Zu seinen Aufgaben zählen Bootstests von Motorbooten aller Art sowie praxisnahe Technikthemen. Die Sommer verbringt er auf dem Wasser und meist auf der Ostsee oder Schlei.

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