ModellpflegePrestige M8 EVO mit neuem Flybridge-Konzept

Sören Gehlhaus

 · 29.06.2026

Prestige M8 EVO: Das optionale Silent-Mode-Paket ermöglicht längere Liegezeiten vor Anker ohne laufende Diesel. Solarpaneele und ein optimiertes Energiemanagement sollen den Strombedarf decken.
Foto: Prestige
Prestige stellt mit dem M8 EVO eine Weiterentwicklung des Katamaran-Flaggschiffs vor. Die Werft hat das Flybridge-Deck komplett neu gestaltet und die Innenraumaufteilung überarbeitet. Die Weltpremiere findet im September 2026 auf dem Cannes Yachting Festival statt.

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Der M8 EVO ist die überarbeitete Version des 2024 vorgestellten Prestige M8. Den 19,98 Meter langen Kat hat Prestige nach Rückmeldungen von M8-Eignern angepasst. Änderungen betreffen vor allem das Flybridge-Deck, die Innenraumaufteilung und das Außendesign. Die Werft will mit dem M8 EVO ihre Position im Segment der Motor-Katamarane festigen.

Exterieurdesign mit drei Änderungen

Das Exterieur von Garroni Design wurde an drei Stellen verändert. Neue Fenster in den Rümpfen sollen mehr Tageslicht in die Kabinen bringen, zudem wurde die schwarze Zierleiste am Rumpf neu gestaltet. Die offensichtlichste Neuerung betrifft die Formgebung des Hardtops über dem Flybridge-Deck. Diese drei Änderungen sollen der M8 laut Hersteller ein stimmigeres Erscheinungsbild geben. Die Grundform bleibt erhalten: Die M8 EVO hat die schlanke Silhouette einer Einrumpf-Motoryacht, nutzt aber die Vorteile der Zweirumpf-Konstruktion.

Kat-Konstruktion für mehr Stabilität

Der M8 EVO basiert auf einem Katamaran-Rumpf, der speziell für Motoryachten entwickelt wurde. Die beiden Rümpfe sollen bei Fahrt und vor Anker stabilisieren und die Verbrauchseffizienz verbessern. Prestige verspricht weniger Rollbewegungen als bei vergleichbaren Monohulls. Die maximale Breite beträgt 8,85 Meter, der Tiefgang liegt bei 1,73 Meter. Der Kraftstofftank fasst 3.700 Liter, der Wassertank 1.050 Liter. Als Antrieb dienen zwei MAN-Motoren mit je 730 PS.

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Prestige verbreitert Flybridge

Das Flybridge-Deck wurde komplett neu konzipiert und erstreckt sich jetzt über die gesamte Breite. Die interne Treppe zur Fly wurde entfernt, was dem Hauptdeck mehr Platz verschafft. Der Zugang erfolgt nun über eine externe Treppe. Der hintere Bereich der Flybridge wurde offener gestaltet, die Stützen des Hardtops wurden neu positioniert, um die Sicht zu verbessern.

Hauptdeck mit neuer Pantry-Position

Auf dem Hauptdeck hat Prestige das Layout verändert. Die Pantry mit Essbereich wurde auf die Steuerbordseite verlegt und vergrößert. Sie liegt jetzt direkt neben dem Steuerstand. Eine Bar trennt den Kochbereich vom Wohnbereich. Der Essbereich hat große Fenster, die Tageslicht hereinlassen. Der Boden ist für einen stolperfreien Übergang nach außen durchgehend ohne Stufen verlegt.

Eignerkabine mit separaten Bereichen

Auch die Eignerkabine nutzt die volle Breite des M8 EVO. Der begehbare Kleiderschrank wurde nun in zwei getrennte Bereiche aufgeteilt. Ein neuer Arbeits- und Ruhebereich bildet den Übergang zwischen Schlafbereich und Bad. Die Kabine soll durch diese Aufteilung mehr Privatsphäre bieten. Die Werft spricht von einer Penthouse-Atmosphäre auf dem Wasser.

Das Cockpit bleibt ein zentraler Bereich des M8 EVO. Es bildet eine große Terrasse auf Wasserhöhe. Von hier aus ergibt sich ein direkter Zugang zum Meer. Die Gestaltung des Cockpits wurde nicht grundlegend verändert, da dieser Bereich bereits bei der M8 gut funktioniert habe.

Optionales Silent-Mode-Paket

Prestige bietet ein Silent-Mode-Paket als Option an. Dieses System ermöglicht längere Liegezeiten vor Anker ohne laufende Hauptmotoren. Solarpaneele und ein optimiertes Energiemanagement sollen den Strombedarf decken. Das Paket soll außerdem Lärm und Vibrationen an Bord reduzieren.

Im Innenausbau setzt Prestige nachhaltige Materialien ein: Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft, pflanzlich gegerbtes Leder und umweltschonende Oberflächenbehandlungen.

Interieur mit modernen Anleihen

Das Innendesign orientiert sich an Architektur der Moderne. Designerin Valentina Motta kombinierte natürliche Farbtöne mit dunklen Blautönen. Die Materialien sind bewusst gewählt: Holz, Leder und textile Oberflächen schaffen eine warme Atmosphäre. Die Formen sind klar strukturiert. Eigner können aus verschiedenen Ausstattungsvarianten wählen, um die Yacht ihren Vorstellungen anzupassen.

Der M8 EVO bietet je nach Ausstattung vier bis fünf Gästekabinen plus eine Standard-Crew-Kabine. Optional ist eine zweite Crew-Kabine verfügbar. Insgesamt finden acht bis zehn Gäste plus zwei bis vier Crew-Mitglieder Schlafplätze. Die Yacht ist für 18 Personen in CE-Kategorie A zugelassen, in Kategorie B für 22 Personen.

Technische Daten Prestige M8 EVO

  • Länge über alles: 19,98 m
  • Rumpflänge: 19,67 m
  • Breite: 8,85 m
  • Tiefgang: 1,73 m
  • Kraftstofftank: 3.700 l
  • Wassertank: 1.050 l
  • Warmwasserspeicher: 120 l
  • Kabinen: 4-5 Gäste plus 1-2 Crew
  • Schlafplätze: 8-10 Gäste plus 2-4 Crew
  • Motorisierung: 2 x MAN i6 mit je 730 PS
  • CE-Kategorie: A-18, B-22, C-33, D-35
  • Design: Garroni Design
  • Weltpremiere: Cannes Yachting Festival, 8.-13. September 2026

​Über Prestige

Prestige gehört zur Beneteau-Gruppe und baut Motoryachten. Die M-Linie wurde mit der M48 eingeführt, gefolgt von M8 und M7. Diese Modelle übertragen das Konzept von Einrumpf-Motoryachten auf Katamarane. Die Werft hat ihren Sitz in Les Herbiers, Frankreich. Das Design der M8 EVO stammt von Garroni Design.


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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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