SchiffsmodellbauInternationales Maritimes Museum in Hamburg zeigt seltene Schätze

Lasse Johannsen

 · 07.10.2026

Die Modellbautage finden bereits zum 4. mal im Internationalen Maritimen Museum statt.
Foto: IMMH
​Am 10. und 11. Oktober wird das Internationale Maritime Museum Hamburg zum Treffpunkt für Schiffsmodellfans. Bei den 4. Internationalen Schiffsmodellbautagen präsentieren 48 Aussteller ihre Modelle. Modellbauer haben freien Eintritt.

Themen in diesem Artikel

​Eine Fahrt auf der „Stettin“ kann Folgen haben: Für den österreichischen Modellbauer Stefan Bachl war sie der Anlass, den Eisbrecher selbst nachzubauen. Sein Modell und eines der „Cap San Diego“, gemeinsam gebaut mit seinem norddeutschen Mitstreiter Christoph Poll, sind – neben den Arbeiten vieler anderer Aussteller – am Wochenende zu sehen. Beide Schiffe entstanden vollständig im 3-D-Drucker. Und beide sind fahrtauglich auf dem Wasser.

Eintritt frei für Bastler

Interessierte Schiffsmodellbauer können sich den Eintritt ins Museum an diesen beiden Tagen selbst erarbeiten. Wer aus dem Bastelbogen der „James Caird“ ein Papiermodell baut und mitbringt, erhält freien Zugang zu allen Decks.

48 Aussteller aus Europa zeigen ihre Modellbaukunst im IMMH.Foto: IMMH48 Aussteller aus Europa zeigen ihre Modellbaukunst im IMMH.

​Die Verbindung zu Hamburg ist für die beiden Modellbauer auch eine persönliche. Stefan Bachl erlebte die „Stettin“ bei einer Rundfahrt während seines letzten Hamburg-Besuchs. Christoph Poll war bereits mehrfach auf der „Cap San Diego“ zu Gast. Dadurch sprang der Funke über. Als Grundlage für ihre Nachbauten nutzten die beiden originale Konstruktionszeichnungen. Die Herausforderung: große Schiffe, kleine Maßstäbe.

Superlative der Miniaturen

Die Modellbautage sind das größte Event ihrer Art in Norddeutschland. Insgesamt präsentieren 48 internationale Aussteller ihre Modelle auf den Decks eins bis fünf. Höhepunkte sind unter anderen das Modell des Segelschiffes „Preussen“, gebaut von einem 89-jährigen Aussteller, und ein fast vier Meter langes Diorama der HMS „Hermes“.

Exponate, Vorträge, Workshops

Dazu kommen unzählige Arbeiten – von ferngesteuerten Schiffen über aufwendige Eigenkonstruktionen bis zu Dioramen mit großen maritimen Szenerien. Szenegrößen vermitteln in Vorträgen und Workshops, etwa wie Schiffsrümpfe aus Holz entstehen, Modelle realistische Gebrauchsspuren erhalten und 3-D-Technologie im Modellbau eingesetzt wird. Museumsführungen und die beiden Schiffsführungssimulatoren ergänzen das Programm.

​Termin und Eintritt

Internationale Schiffsmodellbautage 10. und 11. Oktober 2026, jeweils 10–18 Uhr Internationales Maritimes Museum Hamburg, auf den Decks 1 bis 5 Die Modellbautage sind im regulären Museumseintritt enthalten. Wer den Bastelbogen der „James Caird“ von unserer Museumswebsite herunterlädt, das Modell baut und zur Veranstaltung mitbringt, erhält freien Eintritt an beiden Tagen.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

Meistgelesen in der Rubrik Boote