Ablieferung nach Kanal-Kreuzfahrt

Sören Gehlhaus

 · 14.06.2021

Ablieferung nach Kanal-KreuzfahrtFoto: Feadship
Ablieferung nach Kanal-Kreuzfahrt | rt
Die 94 Meter lange „Viva“ musste auf dem Weg ins Mittelmeer diverse Brücken-Nadelöhre und ein Autobahn-Aquädukt passieren.

Feadship ist bekanntermaßen ein Werftenzusammenschluss. Royal Van Lent baut in Kaag, einem der teuersten Pflaster, oder besser gesagt Polder, der Niederlande. Von dem eingedeichten Land 40 Kilometer südwestlich von Amsterdam sind es in nordwestlicher Richtung nur zehn Kilometer zur Nordsee. Die 94 Meter lange „Viva“ aber nahm Kurs aufs gut 40 Kilometer südlich gelegene Rotterdam, um Probefahrten von dort aus zu starten. Mit 14 Metern kratzt das De-Voogt-Azure-Design beinahe wortwörtlich an den Kanal-Nadelöhren. Zu passieren galt es eine Hub- und eine Eisenbahnbrücke sowie das Ringvaartaquaduct, eine Autobahnbrücke außerhalb von Oude Wetering, unter der eine vierspurige Straße verläuft. Bei einer Klappbrücke in Alphen aan den Rijn blieben zu den Seiten jeweils nur vier Zentimeter Platz. Die Folgen: Der Schub-Schlepp-Verband bugsierte, etliche Hände verteilten Fender vor den Bordwänden, und Autofahrer mussten eine Stunde lang ausharren. Andere freuten sich und blickten von diversen Kirchtürmen, Windmühlen oder Dächern auf die drei Pools und breite Fensterfronten, frei von Schanzkleidern. Auf der Nordsee lief der Hybridantrieb des Stahl-Alu-Formats dann 20 Knoten.

Der Weg ist das Ziel: Die 94 Meter lange „Viva“ auf dem Ringvaartaquaduct, das außerhalb von Oude Wetering über einer vierspurigen Autobahn verläuft. | t.Foto: FeadshipDer Weg ist das Ziel: Die 94 Meter lange „Viva“ auf dem Ringvaartaquaduct, das außerhalb von Oude Wetering über einer vierspurigen Autobahn verläuft. | t.
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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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