Delta Marines „ZEMBRA“Eine Yacht für Entdecker

Ralf Marquard

 · 24.08.2026

Markante Lackierung in einem metallischen Arizona-Bronze-Ton.
Foto: Delta Marine
152 Fuß, Vollverdränger-Rumpf und Expeditionsambitionen: Die US-Werft Delta Marine baut mit der „ZEMBRA“ eine maßgeschneiderte Motoryacht für weltweite Törns, Tieftauchgänge und Erkundungen aus der Luft.

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Bei Delta Marine in Seattle entsteht derzeit eine ungewöhnliche Abenteuer-Yacht: Die „ZEMBRA“ ist 152 Fuß – umgerechnet rund 46,3 Meter – lang und wurde für weltweite Reisen, lange Passagen und anspruchsvolle Expeditionen konzipiert.

Ins Auge fällt zunächst die markante Lackierung in einem metallischen Arizona-Bronze-Ton. Große Fensterflächen und klar gezeichnete, kantige Linien verleihen der Yacht einen leichten Expeditionscharakter. Gleichzeitig soll die „ZEMBRA“ nicht wie ein klassisches Arbeitsschiff wirken, sondern Eleganz und Abenteuer miteinander verbinden.

„ZEMBRA basiert auf Deltas bewährter Vollverdränger-Rumpfplattform im Bereich von 150 bis 164 Fuß“, sagt Michelle Jones, Vice President von Delta Marine. „Das vollständig hochseetaugliche Rumpfdesign ist vielseitig und außerordentlich leistungsfähig.“

Rumpf und Aufbau vereint

Einen wichtigen Baufortschritt hat die Yacht bereits erreicht: Rumpf und Aufbau wurden miteinander verbunden. Damit ist die strukturelle Bauphase abgeschlossen; nun beginnt der Ausbau. Erst durch diesen Schritt wurde die endgültige Form der Yacht erstmals vollständig sichtbar.

Die „ZEMBRA" ist das Ergebnis einer langjährigen Planung. Die Eigner waren eng in den Entwurfsprozess eingebunden. Gemeinsam mit Delta Marine, Designern, Ingenieuren und Handwerkern wurden die Details auf den individuellen Lebensstil an Bord abgestimmt.

Die Yacht entsteht als maßgeschneiderter Vollverbundbau und soll nicht nur repräsentativ, sondern vor allem für lange und anspruchsvolle Reisen ausgelegt sein.

Mit Wasserflugzeug und U-Boot

Der Expeditionsgedanke zeigt sich besonders bei der Ausrüstung. Zur „ZEMBRA“ gehören unter anderem:

  • ein Hubschrauberlandeplatz,
  • ein zweisitziges Amphibienflugzeug vom Typ ICON A5,
  • ein dreisitziges U-Boot von U-Boat Worx,
  • ein Williams-Jet-Tender,
  • eine umfangreiche Auswahl an Wasserspielzeug.

Für die Bergung und das Aussetzen der verschiedenen Fahrzeuge verfügt die Yacht über einen SWL-Kran (etwa 1587 kg) auf dem Brückendeck sowie einen weiteren Portalkran am Heck. SWL steht für Safe Working Load, also die zulässige sichere Arbeitslast. Die Ausrüstung wird vollständig an Bord verstaut, damit die klare Außenlinie der Yacht erhalten bleibt.

Fünf Kabinen und barrierearme Planung

Im Inneren bietet die „ZEMBRA“ Platz in fünf Kabinen. Die Eignersuite liegt als großzügige, über die gesamte Breite reichende Masterkabine auf dem Hauptdeck.

Vier weitere Gästekabinen befinden sich darunter. Eine davon ist rollstuhlgerecht ausgeführt. Ein Aufzug verbindet sämtliche Decks und erleichtert allen Gästen die Bewegung an Bord.

Auch dem Wohlbefinden wurde Raum gegeben: Ein flexibel nutzbarer Fitnessbereich kann je nach Bedarf als Gym oder anderweitig verwendet werden. Die Grundrisse sind auf komfortable Bewegungsabläufe und einen entspannten Alltag auf langen Reisen ausgelegt.

Charterdebüt mit Northrop & Johnson

Nach ihrer Fertigstellung soll die „ZEMBRA“ über Northrop & Johnson für Chartergäste verfügbar sein. Damit bietet sich die seltene Gelegenheit, eine neue, individuell gebaute Delta-Marine-Yacht auf weltweiten Abenteuertörns selbst zu erleben. Informationen: Northrop & Johnson

Passend dazu: Majestic 175


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Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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